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Morning News

Am Dienstag ging der DAX mit deutlichen Verlusten aus dem Handel. Mit roten Vorzeichen aus Asien, wo die chinesische Notenbank die Landeswährung deutlich abgewertet und damit angesichts der in der Folge wachsenden Konjunktursorgen auf breiter Front für Kursverluste gesorgt hatte, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag. Im Laufe des Handelstages waren es dann insbesondere die heimischen Exportwerte mit einer enormen Abhängigkeit vom wichtigen chinesischen Absatzmarkt, die unter Druck gerieten und den Gesamtmarkt signifikant nach unten zogen. Dass die chinesische Wirtschaft schwächelt, war längst bekannt.

Doch mit der historisch stärksten Abwertung des Renminbi bzw. Yuan an einem Handelstag wurde die Tragweite der chinesischen Probleme noch einmal verdeutlicht. Die Schwächung der eigenen Währung verteuert jedoch zugleich den Import von Produkten aus dem Ausland, wodurch die ohnehin schon großen Fragezeichen hinter Absatzprognosen vieler Exporteure aus Europa und Übersee nun noch größer werden. Darüber hinaus wurde der heimische Aktienmarkt von einem überraschend schwachen ZEW-Index noch zusätzlich belastet. Das vielbeachtete Konjunkturbarometer der Finanzexperten war im August abermals zurückgefallen, wodurch bereits das fünfte Minus in Serie verzeichnet wurde. ZEW-Präsident Fuest konstatierte, dass der heimische Konjunkturmotor zwar weiterhin gut laufe, die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen einer weiteren Verbesserung mittelfristig jedoch entgegenstehen würden.

Mit Blick auf den gesamten Währungsraum zeigten sich die Finanzexperten angesichts des weiterhin schwachen Euros und niedriger Energiepreise allerdings deutlich zuversichtlicher. Die Konjunkturdaten aus den USA brachten am Nachmittag anschließend Licht und Schatten mit sich. Die Produktivität der US-Unternehmen legte im abgelaufenen Quartal zwar zu, allerdings nicht so stark wie erwartet. Der negative Beigeschmack konnte jedoch weiter relativiert werden, da die schwachen Zahlen aus dem ersten Quartal deutlich nach oben korrigiert wurden. Ein ähnliches Bild ergab der Blick auf die Lohnstückkosten. Während die ermutigenden Daten für das erste Quartal deutlich nach unten korrigiert werden mussten, lagen die Daten für das zweite Quartal deutlich über den Erwartungen. Zudem signalisierten frische Zahlen aus dem Großhandel, dass die BIP-Zahlen für das zweite Quartal angesichts stark ausgebauter Lagerbestände noch nach oben korrigiert werden dürften. Die Sorgen um die chinesische Konjunktur überschatteten jedoch auch den US-Handel, sodass die US-Indizes ebenfalls mit deutlichen Verlusten aus dem Handel gingen.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag rot. In Fernost sorgen eine abermalige Abwertung des Yuan durch die chinesische Notenbank sowie hinter den Erwartungen zurückgebliebene chinesische Konjunkturdaten, die ermutigende Industriedaten aus Japan in den Hintergrund rücken, für neuerliche Kursverluste. Die Futures auf die US-Indizes werden leichter gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Minus erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive gilt es zunächst, sich oberhalb der Unterstützungszone bei 11.180 bzw. 11.200 Punkten zu behaupten. Gelingt dies nicht, drohen ein schneller Test der 11.100 sowie weitere Rückläufe bis auf 11.050 bzw. 11.000 Punkte. Eine Erholungsbewegung hätte dagegen zunächst Raum bis auf 11.340 Punkte.

Devisen

Positive Nachrichten aus Athen, wo sich die Regierung mit den Geldgebern auf einen Fahrplan für die Umsetzung des Schuldenprogramms geeinigt hatte, sowie die durch die Geschehnisse in China genährten Zweifel an einem Zinsschritt der US-Notenbank im September sorgten für leichte Zugewinne der europäischen Gemeinschaftswährung. Sollte es in der Folge auch gelingen, die Hürde bei 1,11 US-Dollar zu überwinden, könnte es bis in den Bereich von 1,1160 US-Dollar nach oben gehen. Erste Ziele auf der Unterseite finden sich im Bereich zwischen 1,1020 und 1,1040 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Das Edelmetall profitiert aktuell vom schwächeren US-Dollar sowie von der steigenden Sorge um China und den jüngsten Kursverlusten am Aktienmarkt. Nach dem deutlichen Sprung über die Marke von 1.100 US-Dollar wartet die nächste Hürde nun bei 1.120 US-Dollar. Sollte der Goldpreis jedoch unter die wichtige Unterstützung bei 1.100 US-Dollar zurückfallen, drohen erneut Angriffe auf die Zwischentiefs bei 1.086 bzw. 1.073 US-Dollar.

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