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Morning News

Am Donnerstag verbuchte der DAX erstmals in dieser Handelswoche leichte Verluste. Mit roten Vorzeichen aus Asien, wo die Notierungen von negativen Vorgaben der Wall Street sowie schwachen Konjunkturdaten aus Japan und China ins Minus gedrückt wurden, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

Noch vor der Eröffnung hatten zudem Konjunkturdaten aus Frankreich missfallen, wo die Industrie die Produktion im Juli wider Erwarten deutlich zurückgefahren hatte. Abermals starke Produktionsdaten vom spanischen Industriesektor, welche die anhaltende Dynamik und den robusten Aufwärtstrend der vergangenen Monate in der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone unterstrichen, konnten im Gegenzug allerdings für positive Akzente sorgen. Nach Meinung führender deutscher Wirtschaftsforschungsinstitute dürfte sich indes auch der Aufschwung der heimischen Wirtschaft fortsetzen. Für das kommende Jahr erwarten IfW, RWI und IWH robustes Wachstum, dass von starken Beschäftigtenzahlen und dem vor diesem Hintergrund anhaltend robusten Konsumklima sowie dem schwachen Euro getragen wird. Abwärtsrisiken brächten dagegen die schwächelnden Schwellenländer mit sich. 

Im weiteren Verlauf des Handelstages blieben marktbewegende Nachrichten von der Konjunkturseite rar. Der Zinsentscheid der Bank of England brachte keine Überraschung mit sich. Die Währungshüter beließen die Zinsen unangetastet. Allerdings betonten sie zugleich, dass die jüngsten Konjunktursorgen die positiven Perspektiven für die britische Volkswirtschaft nicht beeinträchtigt hätten, womit die Zinswende in Großbritannien weiterhin näher rückt. Die wöchentlichen Daten vom US-Arbeitsmarkt überzeugten im Anschluss wie schon die letzten 23 Wochen zuvor, wodurch die Chancen auf einen baldigen Zinsschritt der US-Notenbank auch in der größten Volkswirtschaft der Welt weiter steigen. Kopfzerbrechen dürften den US-Währungshütern indes die flachen Inflationsraten bereiten, die man durch den starken US-Dollar weiterhin importiert, wie abermals deutlich gesunkene Importpreise unterstrichen. Von einem sich erholenden Rohstoffsektor und festeren Tech-Werten gestützt, beschlossen die US-Indizes den Handelstag schlussendlich in der Gewinnzone.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien können positive US-Vorgaben, ein schwächerer Yen und die Hoffnung auf weitere chinesische Konjunkturstimuli nur vereinzelt stützen. Die Futures auf die US-Indizes werden fester gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Plus erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive gilt es für die Bullen zunächst, die Unterstützungen bei 10.250 bzw. 10.200 Punkten zu verteidigen. Sollten die Bären hier die Oberhand gewinnen, drohen Rückschläge bis auf 10.050 Punkte bzw. ein Test der 10.000-Punktemarke. Die nächsten Widerstände warten dagegen im Bereich der Vortageshochs bei 10.330 bzw. 10.340 Punkten sowie bei 10.400 Punkten.

Devisen

Da der Euro trotz starker US-Konjunkturdaten zuletzt weiter an Stärke gewann, dürften die Wetten darauf steigen, dass die US-Notenbank zum mit Spannung erwarteten Zinsentscheid in der kommenden Handelswoche keine Erhöhung der Leitzinsen bekanntgeben wird. Gelingt es der Gemeinschaftswährung, die Marke von 1,13 US-Dollar zurückzuerobern und in der Folge den Widerstandsbereich bei 1,1320 US-Dollar zu überwinden, könnten schnelle Hochs bis auf 1,1350 US-Dollar folgen. Gelingt es den Bären hingegen, die Marke von 1,1270 US-Dollar zu durchbrechen, drohen Anschlusstiefs bis auf 1,1220 US-Dollar, falls die 200-Tage-Linie bei 1,1250 US-Dollar nicht halten sollte.

Rohstoffmarkt

Für die Ölpreise ging es am Donnerstag wieder nach oben. Rückenwind für das Bullenlager brachten ein schwächerer US-Dollar sowie gesenkte Prognosen der US-Energiebehörde EIA zur US-Rohölproduktion. Die Bullen nehmen nun erneut den horizontalen Widerstand bei 50 US-Dollar ins Visier. Kann die Hürde nicht überwunden werden, könnten schnelle Anschlusstiefs bis auf 48 bzw. übergeordnet 47 US-Dollar folgen. Gelingt der Sprung über den Widerstand, wartet das nächste Etappenziel bei 52 US-Dollar.

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