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Morning News

Der DAX gestaltete den Wochenstart nach zwei vorangegangenen Verlusttagen freundlich. Mit gemischten Vorzeichen aus Asien, wo abermals enttäuschende chinesische Konjunkturdaten zu Spekulationen auf neue Konjunkturstimuli führten und ein schwächerer Yen sowie erfreuliche Zahlen aus der japanischen Berichtsaison die negativen US-Vorgaben vom Wochenschluss egalisieren konnten, startete der heimische Leitindex fester in den Handel.

An einem weitestgehend nachrichtenarmen Handelstag wurden die Notierungen mit Blick auf den anhaltenden konjunkturellen Aufwärtstrend in den USA zunächst insbesondere von Zinssorgen belastet. Erfreuliche Nachrichten aus Athen, wo sich die Regierung mit den internationalen Geldgebern auf die Haushaltsziele und weitere Voraussetzungen für das dritte Hilfsprogramm geeinigt hatte, brachten allerdings keine Impulse mit sich. Auf der Konjunkturseite erlaubte indes einzig der OECD-Frühindikator einen Blick auf das große Gesamtbild. Das Konjunkturbarometer signalisiert für die Eurozone als Ganzes weiterhin anziehendes Wachstum, wobei insbesondere Frankreich und Italien an Fahrt gewinnen. In den USA und Großbritannien verflachte der Aufwärtstrend im Juni dagegen etwas. Die Schwellenländer hingegen bereiten mehrheitlich weiterhin Anlass zur Sorge, wobei sich das Konjunkturklima insbesondere in China und Brasilien weiter abkühlt.

Vor allem die Schwäche Chinas ist es, die den Investoren laut der jüngsten Sentix-Erhebung dabei die Sorgenfalten auf die Stirn treibt. Die schwachen chinesischen Konjunkturdaten der jüngeren Vergangenheit belasteten daher zuletzt auch das Sentiment im Euroraum, welches sich im August entgegen der Erwartungen leicht eingetrübt hatte. Dass die Notierungen im zweiten Teil der Handelssitzung dennoch anzogen, war neben einem sich erholenden Rohstoffsektor und anhaltenden Übernahmeaktivitäten in den USA u.a. auch den frischen Hoffnungen auf eine anhaltend lockere Geldpolitik der US-Notenbank geschuldet, nachdem der Vizepräsident der Fed, Stanley Fischer, in einem Interview angedeutet hatte, dass die aktuell flachen Inflationsraten gegen eine Zinserhöhung der US-Notenbank sprechen würden. Der Präsident der Federal Reserve Atlanta, Dennis Lockhart, rechnet angesichts der starken Verfassung der amerikanischen Wirtschaft dagegen weiterhin mit einem nahenden Zinsschritt. Zugleich bekräftigte er jedoch auch, dass die Zinswende gemächlich verlaufen werde. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag fester.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag rot. In Asien belastet die deutliche Abwertung des chinesischen Renminbi sowie ein schwächerer Rohstoffsektor, während die festeren chinesischen Börsen kaum stützen können. Die Futures auf die US-Indizes werden leichter gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst leichter erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive warten die nächsten Widerstandszonen bei 11.600 bzw. 11.620 Punkten sowie bei 11.660 bzw. 11.680 Punkten. Auf der Unterseite gilt es, die Marke von 11.470 Punkten zu verteidigen, da sonst schnelle Rückläufe bis auf 11.400 Punkte drohen.

Devisen

Die jüngsten Aussagen führender US-Notenbanker schwächten den US-Dollar im späten Montagshandel, sodass der Euro in der Folge die Hürde bei 1,10 US-Dollar überwand. Erst bei 1,1030 US-Dollar war der Aufstieg beendet. Allerdings war der Ausbruch nur von kurzer Dauer, am frühen Dienstag fiel die europäische Gemeinschaftswährung wieder unter die 1,10 US-Dollar zurück. Sollten sich die Bullen über der Marke von 1,0960 US-Dollar halten, ist ein erneuter Angriff auf die 1,10 US-Dollar mit Zielen im Bereich der Vortageshochs wahrscheinlich. Unterhalb von 1,0940 US-Dollar warten die nächsten Zwischenziele dagegen bei 1,09 sowie 1,0860 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Zu Wochenbeginn ging es für die Ölpreise deutlich bergauf, nachdem frische Zahlen eine anziehende Nachfrage aus China signalisierten. In der Folge entfernte sich Brent deutlich von den Tagestiefs noch unterhalb von 49 US-Dollar. Die Abwertung des chinesischen Renminbi, die den Import für China verteuert, bedeutete allerdings ein jähes Ende der Erholung. Gelingt es den Bullen nicht, sich oberhalb von 50 US-Dollar zu etablieren, nehmen die Bären erneut die Marke von 48 US-Dollar ins Ziel. Auf der Oberseite wartet das nächste Etappenziel bei 52 US-Dollar.

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