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erstellt von flatex Team

Morning News

Nach vier Verlusttagen in Serie strömten die Bullen zur Wochenmitte zurück auf das DAX-Parkett. Trotz positiver Vorzeichen aus Asien, wo neuerliche chinesische Konjunkturmaßnahmen und überraschend starke Orderzahlen für den japanischen Maschinenbau einen festeren Yen überlagerten, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

Neben den üblichen Unsicherheiten, die bereits in den vergangenen Tagen belasteten, drückten überraschend schwache Industriedaten aus Frankreich auf die Stimmung. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone war die Industrieproduktion im April unerwartet und überraschend deutlich zurückgefallen. Der für den Vormonat nach oben revidierte Ausstoß konnte den negativen Gesamteindruck nur begrenzt schmälern. Auch die Industriedaten, die im Anschluss aus Italien veröffentlicht wurden, verfehlten die Erwartungen deutlich. Statt eines gestiegenen Ausstoßes wurde überraschend eine rückläufige Produktion gemeldet. Dass die Notierungen trotz eines festeren Euros und bescheidener Konjunkturdaten dennoch ins Plus drehten, war indes auch den Entwicklungen am Anleihemarkt geschuldet, wo die Renditen zurückfielen und sich die Kurse etwas erholten.

Im weiteren Tagesverlauf blieb die Nachrichtenlage überschaubar. Erfreuliche Daten kamen aus Großbritannien, wo sich der Industriesektor weiter auf der Überholspur befindet. Nach dem starken März, für den der Ausstoß sogar noch nach oben korrigiert wurde, fielen auch die Zahlen für den April deutlich stärker aus als erwartet. Am Abend meldeten die USA für den Mai zudem ein gegenüber dem Vorjahr merklich gesunkenes Haushaltsdefizit. Die stark anziehenden Notierungen im späten Handel waren allerdings vielmehr auf frische Hoffnungen auf eine Einigung in den Verhandlungen um das griechische Schuldenprogramm zurückzuführen. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg gemeldet, dass Deutschland Athen etwas entgegenkommen könnte, damit notwendige Hilfsgelder schnell freigegeben werden könnten. Vom positiven Sentiment, Schnäppchenjägern und einem starken Rohstoffsektor angetrieben, verbuchten auch die US-Indizes deutliche Zugewinne. Die Ernüchterung folgte wie so oft nur wenig später. Nach einem Spitzentreffen in Brüssel war abermals zu vernehmen, dass die Gespräche intensiv fortgesetzt werden sollen und der Wunsch bestehen bleibt, Griechenland in der Eurozone zu halten. Allerdings gab es über Nacht auch positive Nachrichten für die Eurozone - die Weltbank erhöhte ihre Wachstumsprognose für den Währungsblock. Die Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft wurde für das laufende Jahr indes leicht nach unten korrigiert.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Märkte die positiven Vorgaben der Wall Street auf, während robuste chinesische Konjunkturdaten und ein schwächerer Yen zusätzlich stützen. Die Futures auf die US-Indizes werden leichter gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst kaum verändert erwartet. 

Aus charttechnischer Perspektive warten die nächsten Ziele auf der Oberseite im Bereich zwischen 11.300 und 11.330 Punkten. Sollte der DAX jedoch unter die Marke von 11.200 Punkten zurückfallen, drohen schnelle Tiefs bis auf 11.140 bzw. 11.100 Punkte.

Devisen 

Der Bereich um 1,13 US-Dollar bleibt weiterhin das Feld, auf dem Bullen und Bären die Entscheidung suchen. Am Vortag gelang es dem Euro zwar, sich zwischenzeitlich oberhalb von 1,13 US-Dollar zu etablieren, doch in der Folge kam es wiederholt zu Versuchen seitens der Bären, die Verteidigungslinie zu durchbrechen. Sollten die Bären erfolgreich sein, finden sich die nächsten Ziele zwischen 1,1270 und 1,1280 US-Dollar, sowie um 1,1250 US-Dollar. Auf der Oberseite gilt es dagegen, die Hürden bei 1,1340 bzw. 1,1360 US-Dollar zu überwinden.

Rohstoffmarkt 

Die Unsicherheit um Griechenland und ein schwächerer US-Dollar sind die Argumente, die den Goldbullen den Rücken stärken. Zur Wochenmitte konnte das Edelmetall die Widerstandszone um 1.175 bzw. 1.180 US-Dollar überwinden. Auf der Oberseite ist der Fokus nun wieder auf die Widerstandszone bei 1.200 US-Dollar gerichtet. Auf der Unterseite gilt es hingegen, die Marke von 1.180 US-Dollar zu verteidigen.

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