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Morning News

Zur Wochenmitte gelang es dem DAX mit dem dritten Plus in dieser Handelswoche, die laufende Gewinnserie weiter auszubauen. Mit grünen Vorzeichen aus Asien, wo die Märkte die positiven Vorgaben der Wall Street aufgriffen und die Ankündigung weiterer Konjunkturstimuli für deutliche Zugewinne in China sowie ein wahres Kursfeuerwerk in Japan sorgten, startete der heimische Leitindex fester in den Tag.

An einem insgesamt nachrichtenarmen Handelstag mit nur wenigen Konjunkturdaten aus der ersten Reihe war es insbesondere der starke Rückenwind aus Fernost, von dem die Märkte zunächst zehren konnten. Selbst überraschend schwache Konjunkturdaten aus Großbritannien, wo der Ausstoß der Industrie im Juli wie schon im Vormonat weiter zurückgefallen war und sich hinter dem im Juli ausgeweiteten Handelsbilanzdefizit die schwächsten Exportzahlen seit mehr als vier Jahren verbargen, fielen zunächst nicht weiter ins Gewicht, zumal sie auch die Chancen erhöhen, dass die nahende Zinswende in Großbritannien weiter hinausgezögert werden könnte.

Während die Bank of England durchaus versucht sein könnte zu zögern, untermauerten starke Zahlen vom US-Arbeitsmarkt einmal mehr die steigenden Chancen auf einen baldigen Zinsschritt der US-Notenbank. In der größten Volkswirtschaft der Erde kletterte die Zahl der offenen Stellen auf einen neuen Rekordwert. Die Zahlen spiegelten nicht nur die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt und die Zuversicht der US-Unternehmen wider, sondern zugleich auch positive Perspektiven hinsichtlich der Lohnentwicklung, immerhin sollte der steigende Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte auch anziehende Einkommen nach sich ziehen. Der US-Dollar reagierte mit deutlichen Zugewinnen. Die Zinsängste, die durch die starken Konjunkturdaten erneut genährt wurden, drückten die US-Indizes bis zum Handelsschluss erneut deutlich ins Minus. Es scheint, als könne die Fed nur mehr von äußeren Umständen davon abgehalten werden, einen baldigen ersten Zinsschritt zu wagen. Nach dem Internationalen Währungsfonds warnte daher nun auch der Chefökonom der Weltbank noch einmal eindringlich vor den negativen Konsequenzen eines Zinsschrittes, insbesondere für die Schwellenländer, im Endeffekt jedoch auch für die US-Wirtschaft, die durch einen weiter erstarkenden US-Dollar Schaden nehmen würde.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien werden die Märkte von schwachen US-Vorgaben, enttäuschenden Orderzahlen für den japanischen Maschinenbau sowie der besorgniserregenden Entwicklung der Preise auf der chinesischen Produzentenebene belastet, welche anhaltenden Preisdruck und sinkende Gewinnmargen signalisiert. Die Futures auf die US-Indizes präsentieren sich leicht erholt von den Vortagesverlusten. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Minus erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive muss es den Bullen mit Blick auf die angedeutet schwache Eröffnung zunächst gelingen, die Unterstützung bei 10.200 Punkten zu verteidigen, da sonst Anschlusstiefs bis auf 10.050 Punkte bzw. ein neuerlicher Test der 10.000-Punktemarke drohen. Die nächsten Zwischenziele auf der Oberseite warten bei 10.250, 10.340 sowie bei 10.400 Punkten.

Devisen

Nachdem der US-Dollar zur Wochenmitte zunächst von starken US-Arbeitsmarktdaten profitieren konnte, brachten die wiederkehrende Verunsicherung an den US-Märkten und die neuerlichen Kursverluste in Asien frischen Rückenwind für die europäische Gemeinschaftswährung. Der Euro drehte an der Unterstützungszone bei 1,1130 US-Dollar und eroberte in der Folge auch die Marke von 1,12 US-Dollar zurück. Gelingt es, die Tageshochs bei 1,1230 US-Dollar zu überwinden, spricht aktuell einiges dafür, dass sich die Gemeinschaftswährung wieder über 1,12 US-Dollar etablieren und alte Zwischenhochs bis 1,1270 oder gar 1,13 US-Dollar angreifen kann. Gelingt es nicht, die Marke von 1,12 US-Dollar zu halten, sind erneute Rückläufe bis auf 1,1130 US-Dollar möglich.

Rohstoffmarkt

Starke US-Arbeitsmarktdaten, die für einen baldigen Zinsschritt der US-Notenbank sprechen sowie weitere Bemühungen Indiens, das eigene Handelsbilanzdefizit und vor diesem Hintergrund insbesondere die Goldimporte zu verringern, setzten dem Goldpreis in den vergangenen Handelsstunden deutlich zu. Ein erster Bärenangriff auf die wichtige Unterstützung bei 1.100 US-Dollar konnte allerdings unterbunden werden. Gelingt es den Bullen nicht, die Widerstandszone bei 1.120 US-Dollar zu überwinden, drohen ein neuerlicher Test der 1.100 US-Dollar sowie Anschlusstiefs bis auf 1.080 US-Dollar.

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Die „flatex GmbH“, als Herausgeberin dieses Magazins übernimmt keine Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der im Magazin enthaltenen Börsen- und Wirtschaftsinformationen, allgemeinen Marktdaten, Preise, Indizes und sonstigen Inhalte. Gleichfalls übernimmt die „flatex GmbH“ keine Haftung für etwaige Verzögerungen oder die Genauigkeit sowie Verfügbarkeit der publizierten Inhalte. Weiterlesen

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