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Morning News

Zum Abschluss der abgelaufenen Handelswoche verbuchte der DAX erneut Verluste. Mit gemischten Vorzeichen aus Asien, wo die schwachen Vorgaben der Wall Street belasteten und die Hoffnung auf Stützungsmaßnahmen für den chinesischen Aktienmarkt sowie ein leichterer Yen nur vereinzelt stützen konnten, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

Noch vor der Eröffnung hatten schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone zusätzlich belastet. Dabei enttäuschten insbesondere die Daten aus Deutschland, wo die Industrie für Juni ein unerwartet starkes Minus bei der Gesamtproduktion meldete und sowohl Import- als auch Exportzahlen aus der heimischen Handelsbilanz deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben waren. Hinzu kamen in der Folge noch durchwachsene Zahlen aus Frankreich, wo die Industrieproduktion im Juni ebenfalls zurückgefallen war. Spanien, die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, war mit einem überraschend hohen Plus beim Industrieausstoß indes einmal mehr die positive Aufnahme innerhalb der größten Volkswirtschaften im Währungsblock.

Aus Großbritannien kamen im Anschluss gemischte Nachrichten. Während sich das notorische Handelsbilanzdefizit im Juni deutlich ausgeweitet hatte, war das Defizit für das zweite Quartal immerhin das geringste gemeldete Defizit seit vier Jahren. Der mit Spannung erwartete US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag brachte nachfolgend erneut nicht die erhofften klaren Hinweise auf einen möglichen Zinsschritt der US-Notenbank im September. Die Zahl der geschaffenen Stellen blieb im Juli zwar leicht hinter den Erwartungen zurück, allerdings bleibt der Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt robust, zumal auch die Zahl der geschaffenen Stellen für die Vormonate noch leicht nach oben revidiert wurde. Auch bei der Entwicklung der Realeinkommen zeigt der Trend weiter nach oben, obschon der Aufwärtstrend längst nicht die gewünschte Dynamik erreicht hat. Die abermals erfreulichen Daten zur Kreditvergabe signalisierten jedenfalls, dass die US-Verbraucher weiterhin zuversichtlich in die Zukunft blicken, was auf positive Impulse für die wichtigen Konsumdaten hoffen lässt. Ein schwacher Rohstoffsektor und die insgesamt positive Lesart der US-Konjunkturdaten, die einen möglichen ersten Zinsschritt der Fed im September weiterhin wahrscheinlich erscheinen lässt, drückten die US-Indizes schlussendlich ins Minus.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. An den Börsen in Fernost werden abermals schwache chinesische Konjunkturdaten sowie die negativen US-Vorgaben vom Wochenschluss von Spekulationen über mögliche weitere chinesische Konjunkturstimuli, einem schwächeren Yen und erfreulichen Zahlen aus der japanischen Berichtsaison egalisiert. Die Futures auf die US-Indizes werden fester gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive gilt es für die Bullen zunächst weiterhin, die Widerstandszonen um 11.600 bzw. 11.620 Punkte sowie in der Folge bei 11.660 bzw. 11.680 Punkten zu überwinden. Unterhalb von 11.500 Punkten warten die nächsten Zwischenziele bei 11.470, bei 11.430 bzw. 11.440 sowie bei 11.400 Punkten.

Devisen


Ein letztlich solide ausgefallener US-Arbeitsmarktbericht brachte zumindest keine neuen, schlagenden Argumente bzgl. des Zeitpunktes des ersten Zinsschrittes der US-Notenbank. Der Euro, der nur kurzzeitig einknickte, gewann den verlorenen Boden sehr schnell wieder zurück. Sollte es den Bullen nun gelingen, die Marke von 1,0960 US-Dollar zu verteidigen, könnte alsbald ein Angriff auf die 1,10 US-Dollar starten. Unterhalb von 1,0940 US-Dollar drohen ein Test der Marke von 1,09 US-Dollar sowie weitere Rückläufe bis auf 1,0860 bzw. 1,0830 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Bei den Ölpreisen ist es weiterhin die starke Angebotsseite, die für Rückenwind im Bärenlager sorgt. Gelingt es den Bullen im Falle von Brent nicht, die 50-Dollarmarke zurückzuerobern, drohen weitere Rückschläge bis auf 48 US-Dollar. Erstes Ziel auf der Oberseite oberhalb von 50 US-Dollar ist die Marke von 52 US-Dollar.

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