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Morning News

Nach vier Verlusttagen beschloss der DAX den Mittwochshandel mit einem Plus. Mit roten Vorzeichen aus Asien, wo die Märkte in den Sog des Ausverkaufs an den chinesischen Aktienmärkten gerieten, ein festerer Yen zusätzlich belastete und positive Vorgaben der Wall Street kaum stützen konnten, startete der heimische Leitindex kaum verändert in den Handel.

Die noch vor der Eröffnung gemeldeten, angestiegenen Umsatzzahlen des heimischen verarbeitenden Gewerbes konnten angesichts der Sorgen vor einem Platzen der Blase am chinesischen Aktienmarkt allerdings kaum stützen. Hoffnungen brachten indes die jüngsten Signale aus Griechenland mit sich. Das hochverschuldete Land hatte neue Hilfen beim Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) beantragt und damit zumindest einen ersten Schritt in Richtung eines neuen Hilfsprogrammes unternommen. Der griechische Hilfsantrag wird nun von der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank geprüft. Konkrete Reformvorschläge aus Athen werden in Brüssel dann am heutigen Donnerstag erwartet. Indes hatte sich Christine Lagarde, Direktorin des Internationalen Währungsfonds, erneut für eine Umstrukturierung der griechischen Schulden ausgesprochen.

Im weiteren Verlaufe des Handelstages fehlten Konjunkturdaten aus der ersten Reihe. Allerdings signalisierte der Frühindikator der OECD, dass sich das Wachstum in den großen Volkswirtschaften USA und China zuletzt abgeschwächt hatte. Auch in Großbritannien habe sich die Konjunktur zuletzt abgekühlt. Während sich der Indikator für Deutschland etwas aufhellte, deutete er für die Eurozone eine Stagnation an. Unter dem Strich hatte sich der Indikator im Mai damit leicht eingetrübt. Zudem waren Kreditdaten aus den USA im Anschluss leicht hinter den Wachstumserwartungen zurückgeblieben, allerdings ließen die für den Vormonat nach oben korrigierten Zahlen keinen Zweifel am robusten Aufwärtstrend aufkommen. Im späten Handel war der Fokus allerdings ohnehin auf die Veröffentlichung des jüngsten Sitzungsprotokolls der US-Notenbank gerichtet, das angesichts der mit Blick auf Griechenland und China in den Zeilen geäußerten Sorgen durchaus Hoffnungen darauf machte, dass sich die Fed mit dem ersten Zinsschritt noch etwas gedulden werde. Mit Blick auf die Perspektiven der US-Volkswirtschaft bleiben die Notenbanker allerdings weiterhin zuversichtlich. Die Wachstumssorgen um China drückten die US-Indizes letztlich jedoch deutlich ins Minus.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien präsentieren sich die Märkte mit gemischten US-Vorgaben, ermutigenden chinesischen Inflationsdaten, einem Rebound auf dem chinesischen Aktienmarkt sowie einem festeren Yen uneinheitlich. Die Futures auf die US-Indizes werden fester gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive ist der Fokus auf der Oberseite zunächst weiterhin auf die Widerstandszone bei 10.800 Punkten gerichtet. Sollte der Sprung über die Hürde gelingen, finden sich die nächsten Ziele bis in den Bereich zwischen 10.880 und 10.900 Punkten. Auf der Unterseite haben die Bären erste Ziele bei 10.730 und 10.700 Punkten sowie übergeordnet die 200-Tage-Linie bei 10.620 Punkten im Visier.

Devisen

Nachdem es dem Euro zur Wochenmitte zunächst gelungen war, sich oberhalb von 1,10 US-Dollar zu stabilisieren, stützte im weiteren Verlauf des Handelstages auch das Protokoll der US-Notenbank zum jüngsten Zinsentscheid, welches signalisierte, dass die Fed die zuletzt gestiegenen Risiken durch einen möglichen Grexit oder das Platzen einer chinesischen Aktienblase durchaus aufmerksam beobachtet. Die gestiegene Unsicherheit könnte die Notenbanker mit Blick auf den erwarteten ersten Zinsschritt weiter zögern lassen. Trotz des Rückenwindes gelang es der europäischen Gemeinschaftswährung allerdings nicht, die Hürde bei 1,11 US-Dollar zu überwinden. Sollte es dem Euro gelingen, die Unterstützungen bei 1,1060 bzw. 1,1080 US-Dollar zu verteidigen, so wären auf der Oberseite durchaus schnelle Hochs bis auf 1,1120 US-Dollar denkbar. Fällt der Euro auf der Unterseite unter 1,1040 US-Dollar zurück, droht ein erneuter Test der 1,10 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Ein schwächerer US-Dollar und ein Rebound des chinesischen Aktienmarktes verhelfen dem Ölpreis am frühen Donnerstag zu deutlichen Zugewinnen, nachdem gestiegene US-Lagerbestände am Vortag zunächst noch belastet hatten. Sollte die 58-Dollarmarke halten, nehmen die Bullen die Marke von 60 US-Dollar ins Visier. Erstes Ziel auf der Unterseite ist die Marke von 57 US-Dollar.

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