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Morning News

Zu Wochenbeginn setzte sich die laufende Verlustserie des DAX mit dem dritten Minus in Serie fort. Mit roten Vorzeichen aus Asien, wo schwache US-Vorgaben aus der Vorwoche und abermals enttäuschende Zahlen aus der chinesischen Handelsbilanz ermutigende japanische Wachstumszahlen überlagerten, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

Unerwartet starke heimische Konjunkturdaten, die noch vor der Eröffnung gemeldet wurden, vermochten es hingegen kaum zu stützen. Nichtsdestotrotz wussten die Zahlen zu gefallen: Der Industriesektor setzte nach einem durchwachsenen Jahresauftakt mit den jüngsten, deutlich besser als erwartet ausgefallenen Produktionsdaten für April ein Ausrufezeichen. Darüber hinaus wurden die schwachen Zahlen aus dem Vormonat noch etwas nach oben korrigiert. Zudem überzeugten auch die Zahlen aus der heimischen Handelsbilanz. Statt des erwarteten Rückganges wurden für April deutlich gestiegene Exportzahlen gemeldet. Mit den Daten deutet sich nicht nur ein gelungener Start der heimischen Volkswirtschaft in Q2 an, sondern es besteht angesichts der erfreulichen Exportentwicklung auch die Hoffnung, dass der globale Konjunkturmotor die Drehzahlen erhöhen könnte.

Dies war gewissermaßen auch der Tenor der jüngsten Konjunkturprognose aus dem Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut, das die heimische Wirtschaft nach einem schwächeren ersten Quartal im Einklang mit einer Erholung der globalen Nachfrage auf einen stärkeren Wachstumspfad zurückkehren sieht. Dass diese konjunkturelle Erholung dennoch in überschaubaren Bahnen verlaufen wird, verdeutlichte das jüngste Konjunkturbarometer der OECD. Der Frühindikator für den OECD-Raum zeigte sich im April im Vergleich zum Vormonat unverändert. Während das Wachstum in den großen Volkswirtschaften USA und China vorerst weiterhin verhalten bleibt und auch der Indikator für die Eurozone stagnierte, hellten sich die Aussichten für die drei größten Volkswirtschaften der Eurozone erfreulicherweise dennoch weiter auf. Im weiteren Verlaufe des Handelstages blieb die Nachrichtenlage überschaubar. In der Causa Griechenland mahnten Bundeskanzlerin Merkel und EZB-Direktor Mersch erneut zur Eile, allerdings waren es letztlich lediglich die altbekannten Töne. Mangels fehlender Impulse beschlossen die US-Indizes den Handelstag mit Blick auf die anhaltende Hängepartie um Griechenland und den starken US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag, der einen baldigen Zinsschritt der US-Notenbank wahrscheinlicher macht, mit Verlusten.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Märkte die schwachen Vorgaben der Wall Street auf, während flache chinesische Inflationsdaten und ein festerer Yen zusätzlich belasten. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Minus erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive droht ein Angriff der Bären auf die Marke von 11.000 Punkten. Sollten die Bullen die Unterstützung nicht verteidigen können, sind schnelle Anschlusstiefs bis auf 10.800 Punkte denkbar. Erste Zwischenziele warten bei 10.960 und 10.900 Punkten. Auf der Oberseite gilt es zunächst, die Marke von 11.100 Punkten zurückzuerobern.

Devisen

Der Euro setzt seine Erholungsbewegung nach den enormen Verlusten vom Freitag vergangener Woche fort. Neben dementierten Aussagen von US-Präsident Obama, der den festen US-Dollar als Problem bezeichnet haben soll, könnten auch starke heimische Konjunkturdaten oder die anziehenden Renditen auf Euro-Anleihen als Lösungsansatz dienen. Im frühen Dienstagshandel gelang es der europäischen Gemeinschaftswährung, sich oberhalb von 1,13 US-Dollar zu etablieren. Die nächsten Ziele auf der Oberseite warten nun bei 1,1360 sowie bei 1,14 US-Dollar. Auf der Unterseite haben die Bären die 1,13 bzw. die 1,1280 US-Dollar im Visier.

Rohstoffmarkt

Die Bullen bereiten den Angriff auf die Widerstandszone bei 1.175 bzw. 1.180 US-Dollar vor. Rückenwind kommt dabei von einem schwächeren US-Dollar. Sollte der Test allerdings scheitern, drohen Tiefs bis auf 1.160 US-Dollar. Gelingt der Angriff, wartet das nächste Etappenziel bei 1.200 US-Dollar. 

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