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Morning News

Am Dienstag fiel der DAX mit dem vierten Minus in Serie abermals deutlich zurück. Trotz uneinheitlicher Vorzeichen aus Asien, wo die schwachen Vorgaben der Wall Street und der anhaltende Ausverkauf am chinesischen Aktienmarkt belasteten, startete der heimische Leitindex fester in den Tag. Robuste heimische Industriedaten, die noch vor der Eröffnung gemeldet wurden, waren zwar leicht hinter den Erwartungen zurückgeblieben, allerdings war dies auf saisonale Verzerrungen zurückzuführen.

Unter dem Strich sehen die Experten des Bundeswirtschaftsministeriums das verarbeitende Gewerbe weiter im Aufwind. Auch eine gemeinsame Konjunkturprognose führender europäischer Wirtschaftsinstitute wusste im Anschluss zu gefallen. Die Forscher aus Deutschland, Frankreich und Italien erwarten, dass die Konjunktur im Euroraum weiter an Fahrt gewinnt. Unerwartet starke Industriedaten aus Großbritannien rundeten die zunächst positive Nachrichtenlage aus Europa ab.

Im Laufe des Tages sollte sich die Momentaufnahme zumindest mit Blick auf die Eurozone trüben, denn alsbald wurde aus Brüssel vermeldet, dass die griechische Delegation ohne neue Sparvorschläge angereist war. Am Ende des Gipfeltreffens wurden schließlich deutliche Warnungen gen Griechenland adressiert: Die Griechen haben nur mehr fünf Tage Zeit, bis ein Grexit unvermeidlich wird. Bis zum Sonntag, wenn ein EU-Sondergipfel einberufen werden könnte, müssen konkrete Pläne auf dem Tisch liegen, um ein neues Programm beschließen zu können. Es scheint, als wäre diesmal tatsächlich die letzte Gnadenfrist für das hochverschuldete Land angelaufen. Währenddessen enttäuschten auch die Konjunkturdaten aus den USA. Die jüngsten Daten aus der Handelsbilanz wiesen gefallene Exportzahlen aus, was zum einen abermals die Sorge vor den Folgen eines festeren US-Dollars nährte, zum anderen zugleich ein Indiz dafür lieferte, dass es der globalen Nachfrage weiterhin an Dynamik mangelt. Nach einem deutlichen Rücksetzer des Dow Jones unter die 200-Tage-Linie und einer spürbaren Erholung des Euro schüttelten die US-Börsen die jüngsten Unsicherheiten rund um die Causa Griechenland ab. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag schlussendlich mit Zugewinnen.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien geraten die Börsen in den Sog des anhaltenden Ausverkaufs am chinesischen Aktienmarkt, während ein festerer Yen zusätzlich belastet. Die Futures auf die US-Indizes werden ebenfalls leichter gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst fester erwartet.

Angesichts der angedeutet festen Eröffnung ist der Fokus auf der Oberseite wohl erneut auf die Marke von 11.000 Punkten gerichtet. Erste Zwischenziele finden sich im Bereich zwischen 10.880 und 10.900 Punkten. Auf der Unterseite gilt es dagegen, die Unterstützung bei 10.800 Punkten zu verteidigen. Gelingt dies nicht, drohen zunächst Rückläufe bis auf 10.750 und 10.700 Punkte. Übergeordnet haben die Bären die 200-Tage-Linie bei 10.615 Punkten im Visier.

Devisen

Der Dienstag brachte eine Berg- und Talfahrt für den Euro mit sich. Nachdem zunächst die Enttäuschung über ein Ausbleiben griechischer Sparvorschläge überwog, erholte sich die europäische Gemeinschaftswährung im weiteren Tagesverlauf wieder. Dies war nicht nur der Tatsache geschuldet, dass weiterhin die Möglichkeit auf eine Lösung des Schuldendramas besteht, sondern auch der Überzeugung, dass die Eurozone die Konsequenzen eines möglichen Grexits schultern könnte. Mit Blick auf den Chart muss es den Bullen gelingen, die Hürde bei 1,1040 US-Dollar zu überwinden. Sollte ein Test scheitern, ist ein erneuter Angriff der Bären auf die 1,10 US-Dollar wahrscheinlich. Ein weiteres Zwischenziel würde darunter im Bereich von 1,0970 US-Dollar warten.

Rohstoffmarkt

Ein zwischenzeitlich festerer US-Dollar und die Sorgen um die wirtschaftliche Verfassung Chinas, die zugleich den Rohstoffmarkt belasten, sind nur zwei der Gründe, die aktuell heftigen Gegenwind für das Edelmetall mit sich bringen. Der Goldpreis durchbrach am Vortag die Unterstützung bei 1.160 US-Dollar und kam erst oberhalb der kleinen Unterstützungszone bei 1.150 US-Dollar zum Stehen. Sollten die Bären die Oberhand behalten, sind ein Test der Unterstützungszone um 1.140 US-Dollar sowie ein Angriff auf das Mehrjahrestief bei 1.130 US-Dollar wahrscheinlich. Auf der Oberseite gilt es zunächst, die 1.160 US-Dollar zurückzuerobern.

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