flatex Magazin

News rund um den DAX und die Börse. Unser Marktanalyst Oswald Salcher und unsere Morning News halten Sie auf dem Laufenden.

Immer auf dem neuesten Stand. RSS-Feed abonnieren.

erstellt von flatex Team

Morning News

Der DAX beschloss die abgelaufene Handelswoche mit weiteren Verlusten. Mit roten Vorzeichen aus Asien, wo schwache Vorgaben der Wall Street, die anhaltenden Sorgen um Griechenland und eine neuerliche Verkaufswelle am Rentenmarkt belasteten, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

Erfreuliche Orderzahlen für die heimische Industrie, die noch vor der Eröffnung gemeldet wurden und deutlich stärker ausgefallen waren als erwartet, wurden ebenso in den Hintergrund gedrängt wie die ermutigenden Zeilen aus der Bundesbank, laut denen die heimische Wirtschaft den jüngsten Wachstumsdämpfer schnell hinter sich lassen und dank schwachem Euro und starkem Konsumklima in diesem und dem nächsten Jahr kräftig wachsen werde. Auch positive Industriedaten aus Spanien, wo das verarbeitende Gewerbe den Ausstoß im April deutlich stärker gesteigert hatte als zunächst prognostiziert, gingen in der beunruhigenden Großwetterlage unter, für die ein neuerlicher Ausverkauf am Anleihemarkt, ein in der Folge festerer Euro und nicht zuletzt die anhaltenden Unsicherheiten um Griechenland verantwortlich waren.

Die Tatsache, dass Griechenland die auf Freitag terminierte Rückzahlung eines Kredites mit Einverständnis des Internationalen Währungsfonds auf das Monatsende verschiebt, ist mehr als nur ein taktischer Schachzug, sondern für viele Beobachter zugleich ein Indiz dafür, dass Griechenland tatsächlich keine Reserven mehr in der Hinterhand hat. Und dennoch sind Schuldner und Gläubiger nach wie vor weit von einem Konsens entfernt, wie diverse Aussagen der politischen Spitzen beider Seiten signalisierten. Die überzeugenden US-Daten vom Nachmittag führten anschließend allerdings immerhin dazu, dass sich die Kurse von ihren Tagestiefs entfernten. Der mit Spannung erwartete Arbeitsmarktbericht überzeugte auf allen Ebenen. Neben der unerwartet hohen Zahl an geschaffenen Stellen waren es insbesondere die überraschend stark gestiegenen Realeinkommen, die am frühen Nachmittag das Interesse auf sich zogen. Zur Erinnerung: Noch am Vortag hatte der Internationale Währungsfonds u.a. mit dem Verweis auf ein gedämpftes Lohnwachstum empfohlen, die Zinswende in das Jahr 2016 zu verschieben. Doch mit Blick auf die starken Zahlen wurde ein nahender Zinsschritt vielmehr wahrscheinlicher. In der Folge verlor der Euro gegenüber dem US-Dollar zwischenzeitlich fast drei Cent. Frische Zahlen zum Wachstum bei den Konsumentenkrediten brachten am Abend zudem die Hoffnung mit sich, dass der schwächelnde US-Binnenkonsum bald wieder anziehen könnte. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag mit leichten Verlusten.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Märkte die schwachen US-Vorgaben vom Wochenschluss auf, während schwache chinesische Exportzahlen zusätzlich belasten. Allerdings können starke Wachstumszahlen aus Japan ebenso stützen wie die Spekulationen auf einen weiteren Wachstumsschub für den chinesischen Aktienmarkt. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Minus erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive muss es den Bullen gelingen, die Marke von 11.200 Punkten zurückzuerobern. Sollte der Sprung über die Widerstandszone gelingen, finden sich die nächsten Zwischenziele bei 11.250, 11.300 und 11.340 Punkten. Erste Ziele auf der Unterseite finden sich dagegen im Bereich des jüngsten Bewegungstiefes bei 11.155 Punkten sowie zwischen 11.100 und 11.120 Punkten.

Devisen

Der überzeugende US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag drückte den Euro bis unter 1,11 US-Dollar tief ins Minus. Hinter der sich anschließenden Erholungsbewegung ist bis zur Stunde allerdings wenig Überzeugungskraft der Bullen zu erkennen. Sollte die Widerstandszone bei 1,1120 US-Dollar nicht nachhaltig überwunden werden können, drohen ein Test des Bewegungstiefs bei 1,1070 sowie Folgetiefs bis auf 1,10 US-Dollar. Erstes Ziel auf der Oberseite wäre dagegen die Marke von 1,1150 US-Dollar.

Rohstoffmarkt 

Auch das Edelmetall nahm durch die starken US-Arbeitsmarktdaten erheblichen Schaden. Die Aussicht auf die näher rückende Zinswende und der in der Folge festere US-Dollar waren das Angriffssignal für die Bären. Der Goldpreis durchbrach den Unterstützungsbereich um 1.175 bzw. 1.180 US-Dollar. Ein Test der 1.160 US-Dollar konnte zunächst allerdings abgewendet werden. Hier findet sich das nächste Etappenziel für die Bären. Die Bullen haben dagegen die Marke von 1.180 US-Dollar im Visier. 

Comments (0)

No comments found!

Write new comment

Disclaimer
Die „flatex GmbH“, als Herausgeberin dieses Magazins übernimmt keine Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der im Magazin enthaltenen Börsen- und Wirtschaftsinformationen, allgemeinen Marktdaten, Preise, Indizes und sonstigen Inhalte. Gleichfalls übernimmt die „flatex GmbH“ keine Haftung für etwaige Verzögerungen oder die Genauigkeit sowie Verfügbarkeit der publizierten Inhalte. Weiterlesen

Sie sind noch
kein Kunde bei
flatex?

Eröffnen Sie ein Konto und profi-
tieren Sie von allen Vorteilen!

Jetzt Konto eröffnen

Twitter