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Morning News

Zum Abschluss der vergangenen Handelswoche verbuchte der DAX deutliche Verluste. Mit roten Vorzeichen aus Asien, wo ermutigende japanische Konjunkturdaten von fallenden Notierungen in Hongkong sowie einem festeren Yen überlagert wurden, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

Noch vor der Eröffnung hatten schwache Orderzahlen für die heimische Industrie zusätzliche belastet. Das Auftragsminus war im Juli deutlich größer ausgefallen als befürchtet. Darüber hinaus wurden auch die starken Zahlen für den Vormonat etwas nach unten korrigiert. Dennoch gaben die Zahlen auch Anlass zur Zuversicht. Denn während die Auslandsnachfrage deutlich abflachte, konnten sowohl für die Eurozone als auch für Deutschland steigende Bestellzahlen registriert werden. Die Auftragslage, so die Experten des Bundeswirtschaftsministeriums, bleibe in der Tendenz klar aufwärtsgerichtet. Auch in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone gibt es trotz der zuletzt eher schwächer ausgefallenen Konjunktursignale weiterhin Grund zur Zuversicht, denn immerhin hält sich zumindest das Konsumklima weiterhin auf hohem Niveau.

Der mit Spannung erwartete US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag brachte mit Blick auf die Zinsspekulationen nicht die erhoffte Klarheit. Zwar blieb die Zahl der geschaffenen Stellen im August doch deutlich hinter den Erwartungen zurück, allerdings ist der Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt zugleich weiterhin robust, zumal die Zahl der geschaffenen Stellen für die beiden Vormonate doch deutlich nach oben korrigiert wurde. Licht und Schatten fanden sich auch im Kleingedruckten der Statistik wieder. So fiel die Arbeitslosenquote auf den tiefsten Stand seit April 2008, während die Erwerbsquote zugleich jedoch auf einem niedrigen Stand verharrt. Erfreulich war überdies der Lohnzuwachs bei den Stundenlöhnen, der etwas stärker ausgefallen war als erwartet. Unter dem Strich waren die lediglich soliden Daten allerdings nicht schwach genug, um den Märkten die Angst vor einem ersten Zinsschritt der US-Notenbank im September zu nehmen, zumal Jeffrey Lacker, Präsident der Federal Reserve Richmond und in diesem Jahr stimmberechtigtes Mitglied im Offenmarktausschuss in einer Rede davon sprach, dass es nun an der Zeit sei, die Nullzinspolitik zu beenden. Auch die US-Indizes beschlossen die Handelswoche im Minus.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Märkte die negativen Vorgaben aus der Vorwoche auf, während der zuletzt festere Yen, Schwächesignale der japanischen Frühindikatoren sowie schwächere chinesische Festlandsbörsen belasten. Die Futures auf die US-Indizes präsentieren sich dagegen leicht erholt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Plus erwartet

Aus charttechnischer Perspektive finden sich die übergeordneten Ziele auf der Oberseite zunächst bei 10.200 sowie bei 10.250 Punkten. Auf der Unterseite rückt die Verteidigungslinie bei 10.000 Punkten in den Fokus. Gelingt es nicht, die Unterstützung zu verteidigen, drohen ein Test des Unterstützungsbereichs bei 9.870 bzw. 9.880 Punkten sowie Anschlusstiefs bis auf 9.800 Punkte.

Devisen

Solide US-Arbeitsmarktdaten brachten am Freitag zusätzlichen Rückenwind für den US-Dollar. Ein Angriff auf die Marke von 1,11 US-Dollar konnte allerdings erneut abgewehrt werden. Gelingt es den Bullen allerdings nicht, die Marke von 1,1160 US-Dollar zurückzuerobern, dürfte der Fokus weiterhin auf der Marke von 1,11 US-Dollar verharren. Angesichts des US-Feiertages sowie eines überschaubaren Terminkalenders dürften sich die Bewegungen im Währungspaar zum Wochenstart allerdings in Grenzen halten. Überwindet der Euro die Tageshochs bei 1,1170 US-Dollar, könnte allerdings ein schneller Angriff auf die Marke von 1,12 US-Dollar erfolgen.

Rohstoffmarkt

Robuste US-Konjunkturdaten und der zuletzt festere US-Dollar halten den Druck auf das Edelmetall aufrecht. Nachdem die Bullen jüngst mehrere Angriffswellen auf die Unterstützung bei 1.120 US-Dollar abwehren konnten, gilt es nun, die Hürde bei 1.130 US-Dollar zu überwinden, um für Entlastung zu sorgen. Gelingt dies nicht, drohen ein erneuter Test der 1.120 US-Dollar sowie Anschlusstiefs bis auf 1.100 US-Dollar.

 

 

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