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Morning News

Nach sieben Gewinntagen in Serie beschloss der DAX den Handel am Donnerstag erstmals wieder mit einem Minus. Mit gemischten Vorzeichen aus Fernost, wo leicht stabilisierte chinesische Börsen und ein leichterer Yen von anhaltenden Sorgen bzgl. des chinesischen Konjunkturmotors belastet wurden, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag. Unerwartet starke Orderzahlen für die heimische Industrie, die noch vor der Eröffnung vermeldet wurden, konnten dagegen kaum positive Akzente setzen.

Dies war insbesondere der Zurückhaltung vor dem Zinsentscheid der Bank of England, der am Mittag auf dem Programm stand sowie dem anstehenden, wichtigen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag, der die Chancen auf einen möglichen Zinsschritt der US-Notenbank im September erhöhen konnte, geschuldet. Zudem fehlten weitere Impulsgeber, da die Berichtsaison am Donnerstag gemischte Ergebnisse brachte und auch von der Konjunkturseite keine weiteren Akzente gesetzt wurden. Das Ifo-Institut meldete schließlich, dass sich das Wirtschaftsklima in der Eurozone mit Blick auf die kommenden sechs Monate deutlich eintrüben dürfte.

In Großbritannien stehen die Zeichen dagegen weiterhin auf Wachstum. Die Bank of England jedenfalls korrigierte ihre Wachstumsprognose für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Europäischen Union noch einmal leicht nach oben. Allerdings wurden die Inflationsprognosen noch einmal gesenkt, was wiederum die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Notenbank ihren ersten Zinsschritt weiter nach hinten schieben könnte. Die Währungshüter beließen die aktuelle geldpolitische Strategie denn auch unangetastet. Der unerwartet gefallene Gesamtausstoß der britischen Industrie im Juni war indes primär auf einen schwächeren Ausstoß des Energiesektors zurückzuführen. Das verarbeitende Gewerbe weitete seine Produktion im Juni dagegen erneut aus. Im zweiten Teil der Handelssitzung überzeugten die wöchentlichen Zahlen vom US-Arbeitsmarkt anschließend aufs Neue. Damit verstärkten sich vor dem vielbeachteten US-Arbeitsmarktbericht am heutigen Freitag erneut die Sorgen, dass die US-Notenbank schon bald die geldpolitischen Zügel straffen könnte. Enttäuschende Quartalszahlen belasteten den Aktienmarkt noch zusätzlich, sodass die US-Indizes den Handelstag schließlich mit Verlusten beschlossen.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Märkte die negativen Vorgaben der Wall Street auf, während ein leichterer Yen sowie die Hoffnung auf zusätzliche Stützungsmaßnahmen der chinesischen Behörden an den Börsen nur vereinzelt für Zugewinne sorgen. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst kaum verändert erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive warten die nächsten Widerstände weiterhin bei 11.600 bzw. 11.620 Punkten sowie in der Folge bei 11.660 und 11.680 Punkten. Unterhalb von 11.530 Punkten drohen dagegen ein Angriff auf die 11.470 Punkte sowie schnelle Anschlusstiefs auf 11.400 Punkte.

Devisen

Angesichts der überschaubaren Bewegungen der vergangenen Tage scheinen die Akteure auf den US-Arbeitsmarktbericht zu warten, um weitere Anhaltspunkte für den Zeitpunkt des ersten Zinsschrittes der US-Notenbank zu erhalten. Mit Blick auf den Chart gilt es für die Bullen daher weiterhin, zunächst die Hürde bei 1,0960 US-Dollar zu überwinden, um einen erneuten Angriff auf die Marke von 1,10 US-Dollar starten zu können. Die Bären haben wiederum die Wochentiefs um 1,0860 US-Dollar im Visier. Gelingt hier der Durchbruch sowie in der Folge der erfolgreiche Angriff auf die 1,0830 US-Dollar, könnte schnell auch die Marke von 1,08 US-Dollar fallen.

Rohstoffmarkt

Auch beim Edelmetall verhält sich die Situation ähnlich. Nach Tagen des gefühlten Stillstandes könnte der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag für starke Bewegungen sorgen. Die wichtigen Zwischenziele warten zunächst bei 1.100 US-Dollar für die Bullen sowie bei 1.073 US-Dollar für die Bären. Sollten die Bären die Oberhand behalten, drohen weitere Rückläufe bis auf 1.050 US-Dollar.

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