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Morning News

Zum Wochenstart verbuchte der DAX abermals Verluste und damit das dritte Minus in Serie. Mit roten Vorzeichen aus Asien, wo Stützungsmaßnahmen für den chinesischen Aktienmarkt nur überschaubare Effekte zeitigten, da die Notierungen durch die Sorge um Griechenland und einen möglichen Grexit tief ins Minus gezogen wurden, startete der heimische Leitindex leichter in den Handel.

Nach dem ´Nein´ der griechischen Bevölkerung zu dem Sparprogramm der Gläubiger beim Volksentscheid am Wochenende geht Griechenlands Ministerpräsident Tsipras gestärkt in die nächsten Verhandlungen mit den Geldgebern. Deshalb ist ein schneller Kompromiss allerdings fraglicher denn je. Doch die Zeit drängt. Griechenlands finanzielle Lage ist derart prekär, dass die Banken auch Dienstag und Mittwoch geschlossen bleiben müssen. Bereits kommenden Freitag und am darauffolgenden Montag muss Griechenland weitere Schulden – darunter an den Internationalen Währungsfonds - in Höhe von insgesamt 2,5 Milliarden Euro bedienen. Bis zum 20. Juli sind insgesamt sieben Milliarden Euro zurückzuzahlen. 



Die Notierungen konnten sich im Tagesverlauf in Folge des Rücktritts des griechischen Finanzministers und robuster US-Börsen allerdings etwas erholen. Zugleich signalisierte auch die jüngste Sentix-Studie, dass die Investoren im Euroraum trotz der aktuellen Unsicherheiten perspektivisch weiterhin zuversichtlich bleiben. Konjunkturdaten wurden zu Wochenbeginn so in den Hintergrund gedrängt, obwohl robuste Orderzahlen für die heimische Industrie sowie starke spanische Industriedaten insbesondere im frühen Handel etwas stützen konnten. Am Nachmittag wussten zudem positive US-Daten zu überzeugen. Zwei Sentimentbarometer für den Dienstleistungssektor der größten Volkswirtschaft der Welt sendeten auf den ersten Blick zwar gemischte Signale, allerdings bleibt der Trend unter dem Strich weiterhin aufwärtsgerichtet und robust. Mit Blick auf die Causa Griechenland und einen schwachen Rohstoffsektor beschlossen die US-Indizes den Handelstag schlussendlich mit leichten Verlusten.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien belasten schwache Vorgaben der Wall Street und der sich fortsetzende Ausverkauf am chinesischen Aktienmarkt, während Schnäppchenjäger nach dem jüngsten Kurssturz vereinzelt ihre Chancen suchen. Die Futures auf die US-Indizes werden fester gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive ist der Fokus auf der Oberseite weiter auf die Marke von 11.000 Punkten gerichtet. Sollten die Bullen jedoch an der Hürde scheitern, drohen auf der Unterseite erste Ziele bis auf 10.880 bzw. 10.800 Punkte. Übergeordnetes Ziel der Bären ist die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 10.610 Punkten verläuft.

Devisen

Nachdem der Start in die neue Handelswoche mit deutlichen Verlusten für den Euro einhergegangen war, erholte sich die Gemeinschaftswährung im Laufe des Montages vom jüngsten Griechenland-Schock, wobei der Rücktritt des griechischen Finanzministers zwischenzeitlich ebenfalls positive Impulse mit sich brachte. Am frühen Dienstagmorgen gerät der Euro zunächst allerdings wieder unter Druck. Falls es nicht gelingt, die Hürde von 1,1040 US-Dollar zu überwinden, droht ein Test der 1,10 US-Dollar. Die nächste Zwischenetappe auf der Oberseite wartet im Bereich der Vortageshochs um 1,1080 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Am Ölmarkt halten die Bären das Zepter aktuell weiter fest in der Hand. Neben den Sorgen um Griechenland und China ist es der womöglich nahende Atom-Deal mit dem Iran, der die Sorge vor einer weiter erstarkenden Angebotsseite erhöht. Brent fiel zu Wochenbeginn in der Folge noch unter die Unterstützung bei 57 US-Dollar zurück. Die Bullen konnten die Marke zwar zurückerobern, allerdings ist ein erneuter Test auch angesichts des aktuell leicht festeren US-Dollars nicht unwahrscheinlich. Auf der Oberseite haben die Bullen dagegen die Marke von 60 US-Dollar im Visier.

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