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erstellt von flatex Team

Morning News

Der DAX beschloss den Donnerstagshandel mit leichten Zugewinnen. Mit gemischten Vorzeichen aus Asien, wo schwache Vorgaben der Wall Street belasteten, während abermals feste chinesische Börsen und ein schwächerer Yen im Gegenzug stützen konnten, startete der heimische Leitindex kaum verändert in den Tag.

Noch vor der Eröffnung hatten unerwartet schwache Orderzahlen für die heimische Industrie belastet, die im September bereits den dritten Monat in Serie zurückgefallen waren. Darüber hinaus bremste die Aussicht auf eine baldige Straffung der US-Geldpolitik, nachdem US-Notenbankpräsidentin Yellen zur Wochenmitte betont hatte, dass ein erster Zinsschritt im Dezember bei anhaltend positiver Datenlage eine reale Möglichkeit sei. Im frühen Handel brachte eine überwiegend positive Nachrichtenlage dann allerdings zunehmend Rückenwind für die Bullen mit sich. Diverse neue Studien der EU-Kommission, des Ifo-Instituts sowie der EZB signalisierten, dass sich der konjunkturelle Aufschwung in der Eurozone trotz anhaltender Wachstumsrisiken weiter fortsetzen dürfte. Außerdem untermauerte EZB-Präsident Draghi während eines Auftrittes einmal mehr, dass die Währungshüter des Euro zum Handeln gewillt seien, falls der konjunkturelle Gegenwind zunehmen sollte. Die leicht zurückgefallenen Umsatzzahlen der Einzelhändler aus der Eurozone konnten angesichts der überwiegend positiven Perspektiven keine negativen Akzente setzen, wobei sicherlich auch die jüngsten Signale der Bank of England halfen.

Die britischen Währungshüter deuteten in Person von Notenbankspitze Carney zwar an, dass im Laufe des Jahres 2016 durchaus mit steigenden Zinsen zu rechnen sei, allerdings votieren die stimmberechtigten Währungshüter vorerst weiterhin mit klarer Mehrheit für eine anhaltend lockere Geldpolitik der Zentralbank. Die Währungshüter hatten dabei zuletzt mehrfach auf die sich eintrübenden globalen Wachstumsaussichten sowie die flachen Inflationsraten verwiesen. Die wöchentlichen Zahlen vom US-Arbeitsmarkt bestätigten am Nachmittag anschließend abermals den zugrundeliegenden Aufwärtstrend, auch wenn die Daten leicht hinter den Erwartungen zurückgeblieben waren. Weitere Zahlen zur Produktivität der US-Unternehmen im dritten Quartal fielen zwar positiv aus, allerdings deuteten sie ebenfalls an, dass es mit der Lohnentwicklung in der größten Volkswirtschaft der Erde nur schleppend aufwärts geht. Vor dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht, der am heutigen Freitag veröffentlicht wird, gingen die US-Indizes schließlich nahe der Vortageshochs aus dem Handel.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien, wo ein anhaltend positives Sentiment an den chinesischen Festlandsbörsen sowie der zuletzt schwächere Yen die negativen US-Vorgaben überlagern, präsentieren sich die Märkte uneinheitlich. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst kaum verändert erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive haben die Bullen weiterhin die 11.000-Punktemarke im Visier, während bei 10.950 Punkten zuvor noch eine kleinere Hürde überwunden werden muss. Gelingt der Angriff auf die 11.000, wartet bei 11.066 Punkten in Form der 200-Tage-Linie bereits der nächste Widerstand. Erstes Zwischenziel auf der Unterseite ist die Marke von 10.800 Punkten.

Devisen

EUR/DB EUR/USD:

Nach den enormen Verlusten zur Wochenmitte konnte sich der Euro am Donnerstag zunächst stabilisieren. Mit Blick auf den am Nachmittag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht könnte dies allerdings nur die Ruhe vor dem Sturm gewesen sein. Sollten die US-Arbeitsmarktdaten die Erwartungen deutlich positiv übertreffen, könnte die europäische Gemeinschaftswährung durchaus bis in den Bereich um 1,0670 US-Dollar nach unten rutschen. Sollten die Daten dagegen enttäuschen, ist mit einem umfangreicheren Gegenschlag der Bullen und einem Sprung über die Marke von 1,10 US-Dollar zu rechnen. Übergeordnetes Ziel der Bullen bleibt die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 1,11 US-Dollar wartet.

Rohstoffmarkt

Gold in USD: 

Dem Edelmetall stehen ebenfalls spannende Stunden bevor. Starke US-Arbeitsmarktdaten würden die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt der US-Notenbank im Dezember erhöhen. Die Aussicht auf steigende Zinsen und ein in der Folge möglicherweise deutlich festerer US-Dollar könnten so weiteren Gegenwind für den Goldpreis mit sich bringen. In diesem Szenario dürften schnelle Angriffe auf die Unterstützungen bei 1.100 US-Dollar sowie die Bewegungstiefs bei 1.080 US-Dollar erfolgen. Mit einem enttäuschenden US-Arbeitsmarktbericht könnten die Bullen dagegen wieder bis in den Bereich um die Marke von 1.120 US-Dollar vorstoßen.

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Die „flatex GmbH“, als Herausgeberin dieses Magazins übernimmt keine Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der im Magazin enthaltenen Börsen- und Wirtschaftsinformationen, allgemeinen Marktdaten, Preise, Indizes und sonstigen Inhalte. Gleichfalls übernimmt die „flatex GmbH“ keine Haftung für etwaige Verzögerungen oder die Genauigkeit sowie Verfügbarkeit der publizierten Inhalte. Weiterlesen

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