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Morning News

Zur Wochenmitte verbuchte der DAX bereits das siebte Plus der laufenden Gewinnserie. Mit uneinheitlichen Vorzeichen aus Asien, wo ermutigende chinesische Konjunkturdaten sowie ein schwächerer Yen zum einen und die schwache Wall Street sowie durchwachsene Signale der japanischen Dienstleister zum anderen für gemischte Vorgaben sorgten, startete der heimische Leitindex fester in den Tag.

Im frühen Handel war der Fokus zunächst auf den europäischen Dienstleistungssektor gerichtet, welcher abermals robuste Signale sendete. Mit Blick auf die einzelnen Sentimentbarometer aus den großen Volkswirtschaften blieb einzig Italien hinter den Prognosen zurück, während die spanischen Dienstleister im Juli dank der Urlaubssaison spürbar einen Gang nach oben schalteten. Unter dem Strich trübte sich der Sammelindex für den Euroraum im Vormonatsvergleich somit lediglich marginal ein, der Dienstleistungssektor wächst weiterhin robust. Einen Rückschlag mussten hingegen die Einzelhändler im Euroraum vermelden. Das erwartete Umsatzminus im Juni fiel deutlich stärker aus als prognostiziert. Einen Dämpfer verbuchte auch die italienische Industrie: Nach einem starken Vormonat fiel der Ausstoß im Juni deutlich zurück. Erfreuliche Nachrichten aus der Berichtsaison und ein zunächst schwächerer Euro trieben die Notierungen jedoch trotz der wenigen Moll-Töne deutlich ins Plus.

Im weiteren Verlauf des Handelstages zeigten diverse Konjunkturbarometer anschließend, dass die Zeichen auch bei den Dienstleistern außerhalb der Euro-Grenzen weiter auf Wachstum stehen. So mussten die Dienstleister in Großbritannien im Juli zwar einen leichten Dämpfer hinnehmen, allerdings verharrt die Stimmung dennoch weiterhin auf hohem Niveau. Für die USA signalisierten dagegen gleich zwei Sentimentbarometer, dass die Dienstleister ihre Geschäfte im Juli weiter ausgebaut haben. Auch der eher durchwachsene Arbeitsmarktbericht des Dienstleister ADP passte ins positive Stimmungsbild, immerhin könnte er die Chancen erhöhen, dass der erwartete erste Zinsschritt der US-Notenbank für dieses Jahr trotz der zuletzt vielfach ermutigenden Konjunkturdaten weiter in Richtung des Jahresendes rückt, zumal die Zahl der geschaffenen Stellen im Privatsektor für den Vormonat noch leicht nach unten korrigiert wurde. Das angewachsene Defizit in der US-Handelsbilanz spiegelte indes die Effekte des starken US-Dollars wider: Während die Importzahlen im Juni anzogen, fielen die Exportzahlen leicht zurück. Dass die US-Indizes trotz erfreulicher Quartalszahlen dennoch uneinheitlich aus dem Handel gingen, war schlussendlich der Tatsache geschuldet, dass die Fed angesichts des nach wie vor anhaltenden Aufwärtstrends in der Volkswirtschaft bereits im September erstmals wieder an der Zinsschraube drehen könnte.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien verbuchen die Märkte trotz stabilerer chinesischer Börsen und eines leichteren Yens mehrheitlich Verluste. Die Futures auf die US-Indizes werden leichter gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Minus erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive warten die nächsten Widerstände im Bereich um 11.600 bzw. 11.620 Punkte sowie im Bereich der Vortageshochs bei 11.650 bzw. 11.660 Punkten. Auf der Unterseite warten die nächsten Zwischenziele bei 11.530, 11.500 sowie bei 11.470 Punkten.

Devisen

Nachdem der Euro im frühen Mittwochshandel weiter unter Druck geraten war, sorgte der unerwartet schwache ADP-Arbeitsmarktbericht für etwas Entspannung. In der Folge gelang es gar, die Marke von 1,09 US-Dollar zurückzuerobern. Während die Bullen nun die Marke von 1,0960 US-Dollar ins Visier nehmen, drohen auf der Unterseite Rückläufe bis auf 1,0830 US-Dollar, falls es nicht gelingt, die 1,09 US-Dollar zu verteidigen.

Rohstoffmarkt

Ankündigungen seitens des Iran, die Ölproduktion nach dem Ende der Sanktionen binnen Tagen deutlich hochzufahren sowie gesunkene US-Lagerbestände drückten Brent wieder an die Unterstützungszone bei 50 US-Dollar. Einen ersten Angriff konnten die Bullen am späten Mittwoch zwar abwehren, allerdings drohen ein erneuter Angriff und schnelle Anschlusstiefs bis auf 48 US-Dollar, falls es nicht gelingen sollte, die Marke von 52 US-Dollar zurückzuerobern.

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