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Morning News

Der DAX beschloss die vergangene Handelswoche mit einem Minus. Mit gemischten Vorzeichen aus Asien, wo uneinheitliche US-Indizes, ein schwächerer Yen und der anhaltende Ausverkauf am chinesischen Aktienmarkt für einen mannigfaltigen Mix aus Impulsen sorgten, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag. Im frühen Handel war der Fokus zunächst auf den europäischen Dienstleistungssektor gerichtet, auf dem die Sentimentbarometer aus den Ländern durch die Bank zu überzeugen wussten. Der Sammelindex für den Währungsblock kletterte im Juni auf ein Vierjahreshoch, womit sich zugleich Befürchtungen relativierten, dass die anhaltende Hängepartie um Griechenland die Stimmung unter den Unternehmen in der Eurozone doch deutlicher dämpfen könnte. Überraschend starke Sektordaten aus Großbritannien und robuste Umsatzzahlen der Einzelhändler aus dem Euroraum komplettierten die zunächst positive Nachrichtenlage aus Europa.

Die Konjunkturdaten konnten allerdings keine nachhaltigeren Akzente setzen, da wegen eines US-Feiertages nicht nur die Impulse aus Amerika fehlten, sondern vor dem griechischen Referendum am Wochenende auch allgemeine Zurückhaltung herrschte und die Investoren mehrheitlich an der Seitenlinie verharrten. Am Sonntag votierten die Griechen schließlich mit einer klaren Mehrheit gegen das Sparprogramm der Gläubiger, was die Situation deutlich verkompliziert, da ein gestärkter griechischer Ministerpräsident angesichts des Votums kaum mehr zu weitreichenden Konzessionen bereit sein dürfte. Eine unverändert harte Verhandlungsposition der Gläubiger und ein anhaltender Liquiditätsengpass Griechenlands könnten damit die Chancen auf einen Grexit erhöhen. Am Dienstag wollen die 19 Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder bei einem Sondergipfel über die jüngsten Entwicklungen diskutieren. Ein erstes Indiz auf die Reaktion der Finanzmärkte lieferte am Vorabend bereits die europäische Gemeinschaftswährung: Der Euro verlor in den ersten Handelsminuten mehr als anderthalb Cent und fiel noch unter die Marke von 1,10 US-Dollar zurück.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag rot. In Asien werden die Märkte angesichts der Sorgen vor einem Grexit tief ins Minus gedrückt, während Maßnahmen der chinesischen Regierung zur Stützung des zuletzt stark unter Druck geratenen Aktienmarktes nur eine begrenzte Wirkung entfalten. Auch die US-Futures notieren tief im Minus. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst leichter erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive dürfte sich der Fokus angesichts der angedeutet schwachen Eröffnung noch unterhalb von 10.800 Punkten im großen Bild auf die 200-Tage-Linie richten, die aktuell im Bereich von 10.600 Punkten verläuft. Sollte die 10.800 zurückerobert werden können, warten die nächsten Etappenziele bei 10.880 und 11.000 Punkten.

Devisen


Nach dem griechischen Referendum und dem ersten Schock, welcher die europäische Gemeinschaftswährung zunächst noch unter die Marke von 1,10 US-Dollar drückte, kann sich der Euro oberhalb von 1,10 US-Dollar etwas stabilisieren. Gelingt es, die Widerstandszone um 1,1070 US-Dollar zu überwinden, könnte gar ein erneuter Angriff auf die Marke von 1,11 US-Dollar erfolgen. Auf der Unterseite droht bei einem Fall unter die 1,1040 US-Dollar ein erneuter Test der 1,10 sowie des jüngsten Bewegungstiefs bei 1,0970 US-Dollar.

Rohstoffmarkt


Bei den Rohstoffen kann der sichere Hafen Gold aufgrund des festeren US-Dollars nur begrenzt von den jüngsten Entwicklungen im griechischen Schuldenpoker profitieren. Die Ölpreise fallen dagegen deutlich zurück. Die Bären konnten einen Angriff auf den Unterstützungsbereich bei 60 US-Dollar erfolgreich gestalten. Sollte es den Bullen nicht gelingen, die Marke zurückzuerobern, könnten Anschlusstiefs bis auf 57 US-Dollar folgen. Das nächste Zwischenziel auf der Oberseite oberhalb von 60 US-Dollar wartet bei 62 US-Dollar.

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