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Morning News

Nach einem abgebrochenen Stabilisierungsversuch fiel der DAX am Dienstag mit hohen Verlusten erneut deutlich zurück. Mit roten Vorzeichen aus Asien, wo positive Vorgaben der Wall Street von einsetzenden Gewinnmitnahmen überlagert wurden, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

Im frühen Handel war es ermutigenden Arbeitsmarktdaten aus Spanien, wo die Arbeitslosenzahlen im April deutlich gefallen waren, sowie einem etwas schwächeren Euro zunächst allerdings gelungen, den Aktienmarkt zu stützen. Positive Impulse kamen überdies von Seiten der EU-Kommission, die ihre Wachstumsprognose für den Wirtschaftsblock noch einmal nach oben korrigierte und dabei auf stimulierende Effekte durch die schwache europäische Gemeinschaftswährung sowie niedrige Energiepreise verwies. In der Folge hatten sich die Bullen auf das Parkett zurückgewagt und den DAX bis auf das Tageshoch bei 11.750 Punkten getrieben. Dass der Index im Anschluss um beunruhigende 430 Punkte scheinbar ins Bodenlose fiel, war gleich mehreren Belastungsfaktoren geschuldet.

Als Hauptgrund wird dabei das im März deutlich angestiegene Defizit in der US-Handelsbilanz angeführt. Das größte Defizit seit Oktober 2008 zeitigte zugleich die Sorge, dass die größte Volkswirtschaft der Erde im ersten Quartal vom Wachstumskurs abgewichen sein könnte. Der US-Dollar fiel in der Folge deutlich zurück, der starke Euro drückte den DAX tief ins Minus. Doch auch frische Sorgen um Griechenland und ein neuerlicher Ausverkauf am Anleihemarkt, dem u.a. auch einige bearishe Aussagen vielbeachteter Investoren vorausgegangen waren, belasteten das Sentiment. Zugleich beließen überraschend positive Signale vom US-Dienstleistungssektor, der wichtigsten Säule der US-Wirtschaft, jedoch die Option eines baldigen Zinsschrittes der US-Notenbank auf dem Tisch. Die unübersichtliche wie ambivalente Gemengelage führte dazu, dass viele Investoren ihre Risikopositionen einer Neubewertung unterzogen. Auch die US-Indizes beschlossen den Handelstag mit Verlusten. 

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Märkte die negativen US-Vorgaben auf, die Gewinnmitnahmen vom Vortag setzen sich fort. Die Futures auf die US-Indizes präsentieren sich nach den Vortagesverlusten dagegen leicht erholt. Auf dem Parkett wird der DAX zunächst stabilisiert erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive finden sich die nächsten Hürden für die Bullen bei 11.400 und 11.440 Punkten. Übergeordnetes Ziel bleibt die Marke von 11.600 Punkten. Auf der Unterseite ist es wichtig, die Marken von 11.330 und 11.300 Punkten zu verteidigen, da sonst weitere Tiefs bis auf 11.200 Punkte drohen.

Devisen

Das enorm angewachsene Handelsbilanzdefizit der USA weckte die Sorge vor einem negativen Wachstum der Volkswirtschaft im ersten Quartal, was dem US-Dollar heftigen Gegenwind bescherte. In der Folge kletterte die europäische Gemeinschaftswährung, die zuvor noch unter die Marke von 1,11 US-Dollar zurückgefallen war, bis auf 1,12 US-Dollar nach oben. Während ein erster Test der 1,12 US-Dollar zunächst noch gescheitert war, gelang am frühen Mittwoch der nachhaltige Sprung über die Hürde. Nächstes Ziel auf der Oberseite ist nun das jüngste Bewegungshoch bei 1,1270 US-Dollar, bevor die 1,13 in Angriff genommen wird. Auf der Unterseite gilt es, die Marke von 1,12 US-Dollar zu verteidigen. Sollte der Euro jedoch auch unter die 1,1180 US-Dollar zurückfallen, dürfte es bis auf 1,1150 US-Dollar weiter nach unten gehen.

Rohstoffmarkt

Die jüngste Erholung der Ölpreise setzt sich weiter fort. Zuletzt waren es der deutlich abwertende US-Dollar und Meldungen über rückläufige US-Rohöllagerbestände, die für zusätzlichen Rückenwind sorgten. Damit richtet sich der Fokus auf der Oberseite nun auf den horizontalen Widerstand bei 70 US-Dollar. Die Bären haben auf der Unterseite dagegen Etappenziele bei 67 und 65 US-Dollar im Visier. 

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