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Morning News

Der DAX verbuchte am Dienstag das sechste Plus in Serie. Mit uneinheitlichen Vorzeichen aus Asien, wo die Stabilisierung der chinesischen Börsen, welcher erneut eine straffere Regulierung des Finanzmarktes durch die Behörden vorausgegangen war, schwache US-Vorgaben und einen weiter unter Druck stehenden Rohstoffsektor egalisierte, startete der heimische Leitindex leichter in den Handel.

An einem insgesamt nachrichtenarmen Handelstag konnten erfreuliche Arbeitsmarktdaten aus Spanien zur Eröffnung zunächst stützen. In der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone sank die Zahl der Arbeitslosen auf den tiefsten Stand seit über vier Jahren. Die insgesamt gemischt ausgefallenen Geschäftszahlen der laufenden Berichtsaison und die mögliche Abstufung der Bonitätsnote der Europäischen Union durch die Ratingagentur Standard & Poor’s, welche durch die fiskalischen Risiken droht, die mit den milliardenschweren Investitionsplänen von EU-Kommissionspräsident Juncker verbunden sind, hielten das Aufwärtspotenzial im Gegenzug zugleich jedoch in Grenzen.

Auch aus den USA kamen zumindest von der Konjunkturseite kaum Impulse, obwohl die im Juni deutlich gestiegenen Orderzahlen für die US-Industrie durchaus zu gefallen wussten. Die Aufmerksamkeit zogen allerdings vielmehr die Ausführungen von US-Notenbanker Dennis Lockhart auf sich. Der Präsident der Federal Reserve Atlanta äußerte in einem Interview mit dem Wall Street Journal, dass der erste Zinsschritt der US-Notenbank näher rücke und dass zumindest aus seiner Sicht nur mehr wenig gegen einen ersten Zinsschritt im September sprechen würde. Die Sorgen vor einem baldigen Zinsschritt, der in der Folge festere US-Dollar und abermals schwache Zahlen, die im Zuge der laufenden US-Berichtsaison gemeldet wurden, drückten den US-Aktienmarkt im späten Handel schließlich ins Minus. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag mit Verlusten.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. An den Börsen in Fernost belasten neben schwachen US-Vorgaben auch durchwachsene Signale vom japanischen Dienstleistungssektor, während ein schwächerer Yen und ermutigende Signale seitens der chinesischen Dienstleister vereinzelt stützen können. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive gilt es für die Bullen zunächst, die Widerstände bei 11.460 bzw. 11.470 Punkten aus dem Weg zu räumen, um die nächsten Etappenziele bei 11.500 und 11.530 Punkten in Angriff nehmen zu können. Die übergeordneten Etappenziele finden sich im Bereich um 11.600 bzw. 11.620 Punkte. Auf der Unterseite drohen bei einem Rutsch unter die 11.400 schnelle Anschlusstiefs bis auf 11.340 bzw. 11.300 Punkte.

Devisen

Die Aussagen von US-Notenbanker Lockhart, laut denen die US-Zinswende näher rückt und einiges für einen ersten Zinsschritt im September sprechen würde, brachten Rückenwind für den US-Dollar mit sich. In der Folge fiel auch die Unterstützung bei 1,09 US-Dollar. Sollten die Bären nun auch die Unterstützung bei 1,0830 US-Dollar durchbrechen, könnten ein schneller Angriff auf die 1,08 US-Dollar und Anschlusstiefs bis auf 1,0750 US-Dollar folgen. Auf der Oberseite gilt es zunächst, die Marke von 1,09 US-Dollar zurückzuerobern.

Rohstoffmarkt

Nach den heftigen Vortagesverlusten starteten die Ölpreise einen Erholungsversuch. Rückenwind kommt dabei von Prognosen, laut denen die US-Lagerbestände in der zurückliegenden Handelswoche gefallen sein dürften. Nächstes Ziel für die Bullen wäre nun die Widerstandszone um 52 US-Dollar. Sollte es nicht gelingen, die Hürde zu überwinden, ist ein erneuter Bärenangriff auf die Marke von 50 US-Dollar nur eine Frage der Zeit, zumal der zuletzt festere US-Dollar das Aufwärtspotenzial für die Ölpreise noch zusätzlich begrenzen dürfte.

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