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Morning News

Am Donnerstag verbuchte der DAX Verluste. Mit roten Vorzeichen aus Asien, wo Gewinnmitnahmen und ein neuerlicher Ausverkauf am Anleihemarkt einen schwächeren Yen überlagerten, startete der heimische Leitindex leichter in den Feiertagshandel.

An einem insgesamt nachrichtenarmen Handelstag konnten zunächst positive Nachrichten aus Frankreich stützen, wo die Arbeitslosenquote im ersten Quartal unerwartet leicht zurückgefallen war. Zuversicht signalisierten zudem die jüngsten Aussagen aus der französischen Notenbank: Die Ökonomen erwarten, dass das Wachstum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone in den kommenden beiden Jahren deutlich anziehen wird. Ein festerer Euro wurde am Aktienmarkt in der Folge jedoch mehr und mehr zur Belastung für die Notierungen. Weitere Nachrichten aus der Eurozone gab es indes lediglich einmal mehr zu Griechenland. Die griechische Regierung wird die für Juni anstehenden Rückzahlungen an den Internationalen Währungsfonds mit Erlaubnis des IWF bündeln und die Schulden – voraussichtlich – erst am Monatsende begleichen. Damit wurde Athen zwar etwas Luft verschafft, allerdings wurde in der Folge ein für Freitag anberaumtes Spitzentreffen auf EU-Ebene abgesagt.

Im weiteren Verlaufe des Handelstages brachte der Zinsentscheid der Bank of England keine Überraschungen mit sich - die geldpolitische Strategie bleibt weiter unangetastet. Auch die US-Daten vom Nachmittag trafen die Erwartungen. Die wöchentlichen Zahlen vom Arbeitsmarkt präsentierten sich erneut robust. Aktualisierte Daten zum schwachen ersten Quartal untermauerten dagegen, dass die Produktivität der US-Unternehmen bei weiter steigenden Lohnkosten deutlich gesunken war. Anschließend betrat der Internationale Währungsfonds ein weiteres Mal die Bühne: Die Experten des IWF plädierten für ein Hinauszögern der US-Zinswende bis 2016. Zuvor sollten zunächst sowohl Inflation als auch Realeinkommen anziehen. Unter dem Strich bleibe der übergeordnet positive Aufwärtstrend der US-Wirtschaft jedoch weiterhin intakt, so das Expertenfazit. Das erneute IWF-Intermezzo konnte jedoch nur kurzfristig für positive Impulse sorgen. Ein schwacher Rohstoffsektor und die anhaltenden Sorgen um Griechenland drückten die US-Indizes schließlich tiefer ins Minus. 

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Märkte die schwachen US-Vorgaben auf, der anhaltende Ausverkauf am Anleihemarkt und die Sorgen um Griechenland belasten zusätzlich. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Minus erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive gilt es für die Bullen, auf der Unterseite die Marke von 11.200 Punkten zu verteidigen. Oberhalb von 11.300 Punkten finden sich die nächsten Zwischenziele bei 11.340 sowie zwischen 11.380 und 11.400 Punkten.

Devisen

Am Donnerstag hatten anziehende Renditen am europäischen Anleihemarkt zunächst für spüren Rückenwind für die europäische Gemeinschaftswährung gesorgt. In der Folge durchbrach die europäische Gemeinschaftswährung den Widerstand bei 1,13 US-Dollar. Allerdings gewannen die Bären verlorenen Boden zurück, der Euro fiel bis auf 1,12 US-Dollar. Sollte der Euro die Widerstandszone um 1,1250 bzw. 1,1260 US-Dollar überwinden, dürfte zum Wochenschluss ein erneuter Angriff auf die 1,13 US-Dollar erfolgen. Gelingt dies nicht, drohen Tiefs bis auf 1,1180 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Am Ölmarkt richtet sich der Fokus wieder vermehrt auf die anhaltend starke Angebotsseite. Sollte die OPEC auf der halbjährlichen Sitzung am Freitag keine Kürzung der Produktionsziele beschließen, könnte es für die Ölpreise weiter nach unten gehen. Erstes Ziel der Bären wäre dann die Marke von 62 US-Dollar, übergeordnet gerät die Marke von 60 US-Dollar ins Visier. Erstes Ziel auf der Oberseite wäre dagegen die Marke von 65 US-Dollar.

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