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Morning News

Am Donnerstag ging der DAX mit deutlichen Zugewinnen aus dem Handel. Mit positiven Vorgaben aus Asien, wo feiertagsbedingt geschlossene chinesische Börsen die Stabilität zurückbrachten und erfreuliche Signale aus dem japanischen Dienstleistungssektor sowie positive Vorgaben der Wall Street stützten, startete der heimische Leitindex fester in den Tag. Schwache französische Arbeitsmarktdaten für das abgelaufene Quartal, die noch vor der Eröffnung gemeldet wurden, konnten indes nicht belasten.

Im frühen Handel war der Fokus zunächst auf den Dienstleistungssektor des Euroraums gerichtet, auf dem die nationalen Sentimentbarometer mit Ausnahme Frankreichs durch die Bank überzeugten. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone näherte sich der entsprechende Einkaufsmanagerindex allerdings der Schwelle zur Kontraktion. Die überwiegend überzeugenden Daten für die übrigen Länder der Währungsunion bedeuteten zugleich den höchsten Stand für den Sammelindex seit Mai 2011. Auch die Einzelhändler der Eurozone wussten Positives zu berichten. Die Umsätze zogen im Juli erneut an, nachdem sie im Vormonat angesichts deutlich nach oben korrigierter Zahlen nur mehr marginal gesunken waren. 

Trotz der bis dato positiven Nachrichtenlage waren es erst die Worte von EZB-Präsident Draghi, die zumindest zwischenzeitlich für deutlichen Aufwind am Aktienmarkt sorgten. Während die Währungshüter das Zinsumfeld unverändert beließen, signalisierte Mario Draghi vor dem Hintergrund der angehobenen Emissionsgrenze für den Kauf nationaler Schuldpapiere im Rahmen des Anleihekaufprogramms sowie angesichts gestiegener Abwärtsrisiken für Konjunktur und Inflation, dass die Europäische Zentralbank die Geldpolitik notfalls weiter lockern werde, um negativen Tendenzen entgegen zu wirken. In Großbritannien dürften Draghis Worte gemischte Reaktionen hervorgerufen haben, da die Konjunkturimpulse aus der Eurozone angesichts unerwarteter Schwächesignale aus dem eigenen Servicesektor zwar durchaus willkommen sind, ein schwächerer Euro allerdings zugleich auch zusätzlichen Gegenwind für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Europäischen Union bedeuten dürfte. In den USA überzeugten die Konjunkturdaten im Anschluss erneut auf ganzer Linie. Die wöchentlichen Zahlen vom Arbeitsmarkt fielen erneut solide aus, das gesunkene Handelsbilanzdefizit konnte angesichts stabiler Exportzahlen ebenfalls gefallen. Die stärksten Signale sendete indes der Dienstleistungssektor, auf dem die Aktivität im August auf ein Mehrjahreshoch sowie den zweithöchsten Stand seit 2005 geklettert war. Die insgesamt positive Momentaufnahme der US-Konjunktur, welche die Ängste vor einem nahenden Zinsschritt der US-Notenbank verstärkte und die mahnenden Worte von EZB-Präsident Draghi, welche die gestiegenen Abwärtsrisiken für die Konjunktur untermauerten, bremsten die Bullen bis zum Handelsschluss jedoch deutlich ein. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag nahe der Vortagesniveaus.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag rot. In Asien werden ermutigende japanische Daten zur Entwicklung der Reallöhne von abermals fallenden Notierungen in Hongkong sowie einem festeren Yen überlagert. Die Futures auf die US-Indizes werden ebenfalls leichter gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Minus erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive gilt es für die Bullen zunächst, die Marke von 10.200 Punkten zurückzuerobern. Die nächsten Hürden warten anschließend bei 10.300 Punkten sowie im Bereich der Vortageshochs bei 10.380 Punkten. Die ersten Unterstützungen auf der Unterseite finden sich dagegen bei 10.050 sowie bei 10.000 Punkten.

Devisen

EZB-Präsident Draghi, der am Vortag die Wachstumsprognosen für die Eurozone gesenkt hatte, vor gestiegenen Wachstumsrisiken warnte und zugleich Bereitschaft signalisierte, die Geldpolitik weiter zu lockern, brachte starken Gegenwind für den Euro mit sich. Die Gemeinschaftswährung fiel deutlich zurück. Ein Test der 1,11 US-Dollar konnte allerdings abgewehrt werden. Ein Gegenschlag der Bullen könnte nun zunächst bis auf 1,1160 US-Dollar führen, bevor ein Test der 1,12 US-Dollar eingeläutet werden könnte. Auf der Unterseite gilt es dagegen zunächst, die 1,11 US-Dollar zu verteidigen.

Rohstoffmarkt

Der deutliche festere US-Dollar setzt den Goldpreis sichtbar unter Druck. Gelingt es den Bullen nicht, die Verteidigungslinie bei 1.120 US-Dollar zu halten, drohen Anschlusstiefs bis auf 1.100 US-Dollar. Die nächsten Etappenziele auf der Oberseite warten bei 1.130 sowie 1.140 US-Dollar.

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