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Morning News

Am Mittwoch beschloss der DAX den Handelstag mit Zugewinnen. Trotz roter Vorzeichen aus Asien, wo erfreuliche Signale vom chinesischen Dienstleistungssektor von schwachen US-Vorgaben und einem festeren Yen überlagert wurden, startete der heimische Leitindex fester in den Tag.

Im frühen Handel war der Fokus zunächst auf den europäischen Dienstleistungssektor gerichtet, welcher sich im Mai erneut robust präsentierte. Das Sentimentbarometer für die Eurozone hatte sich zwar etwas eingetrübt, zugleich jedoch weniger stark als befürchtet. Unter den einzelnen Konjunkturbarometern konnten jene aus Frankreich und Deutschland sogar positiv überraschen. Weitere erfreuliche Nachrichten aus dem Euroraum gab es außerdem seitens der Einzelhändler, die ihre Umsätze im April stärker steigern konnten als erwartet, sowie seitens des Arbeitsmarktes, auf dem die Arbeitslosenquote im April auf ein Dreijahrestief gesunken war. Der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank brachte im Anschluss wie erwartet keine Überraschungen mit sich. Auf der sich anschließenden Pressekonferenz betonte EZB-Präsident Draghi, dass die volle Umsetzung des Anleihekaufprogrammes notwendig sei. Zugleich koppelte er das Programm jedoch an die nachhaltige Anpassung der Inflationsraten. Die jüngsten, überraschend positiven Inflationsraten hatten zuvor die Sorge vor einem frühzeitigen Ende des Anleihekaufprogrammes ausgelöst. Der Euro zog mit den Draghi-Aussagen deutlich an.

Im weiteren Tagesverlauf zeichneten weitere Konjunkturbarometer ein insgesamt gemischtes Bild. In Großbritannien war ein Sentimentbaromter für den Dienstleistungssektor überraschend deutlich zurückgefallen, obschon der Sektor auch weiterhin solide wächst. Gleiches gilt für den Dienstleistungssektor in den USA. Auch dort waren die Aktivitäten im Mai rückläufig, während der übergeordnete Aufwärtstrend weiter vollkommen intakt erscheint. Den insgesamt intakten Aufwärtstrend der US-Volkswirtschaft bestätigten in der Folge auch die jüngsten Zahlen vom Arbeitsmarkt, das schrumpfende Defizit in der Handelsbilanz, der Konjunkturbericht der US-Notenbank sowie die OECD, die die jüngste US-Konjunkturdelle lediglich als vorübergehend bewertet. Letzteres führte zwar zugleich zu einer deutlichen Abwärtsrevision der Wachstumsprognosen, allerdings signalisiert das Konjunkturbarometer für den OECD-Raum weiterhin anhaltendes Wachstum auf niedrigem Niveau. Mit Blick auf die Causa Griechenland gab es am späten Mittwochabend indes wenig nennenswerte Neuigkeiten zu vermelden. Die Parteien hätten sich einander zwar weiter angenähert, allerdings ist eine Lösung des Konfliktes noch immer nicht auf dem Tisch. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag mit Blick auf einen möglicherweise näher rückenden Konsens im Schuldenstreit im Plus. 

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. An den Börsen in Asien belasten Gewinnmitnahmen sowie der erneut einsetzende Ausverkauf an den Anleihemärkten, während ein schwächerer Yen kaum zu stützen vermag. Die Futures auf die US-Indizes fallen ebenfalls zurück. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Minus erwartet. 

Aus charttechnischer Perspektive warten die ersten Ziele auf der Oberseite bei 11.400 und 11.440 Punkten. Auf der Unterseite haben die Bären dagegen erste Ziele zwischen 11.330 und 11.340 Punkten bzw. Anschlussziele bis 11.280 Punkte im Visier.

Devisen

Der Euro gewann nach den jüngsten Draghi-Aussagen am Vortag, laut denen er angesichts einer soliden konjunkturellen Entwicklung keine Notwendigkeit einer Ausweitung der Anleihekäufe sieht, deutlich an Boden. Die Bullen dürften nun den Angriff auf die Marke von 1,13 US-Dollar vorbereiten, falls es gelingt, sich oberhalb von 1,1250 bzw. 1,1260 US-Dollar zu etablieren. Gelingt dies nicht, droht ein Angriff der Bären auf die 1,12 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Die Ölpreise fielen zur Wochenmitte unter die Unterstützung bei 65 US-Dollar zurück, nachdem der Iran angekündigt hatte, dass nach der Aufhebung der Sanktionen deutlich mehr Öl aus dem Mittleren Osten den Weg auf den Weltmarkt finden werde. Die nächsten Ziele auf der Unterseite finden sich nun im Bereich zwischen 62 und 63 US-Dollar. Auf der Oberseite gilt es, die Marke von 65 US-Dollar zurückzuerobern.

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