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Morning News

Nach den starken Verlusten vom Mittwoch vergangener Woche war dem DAX vor dem langen Feiertagswochenende ein Stabilisierungsversuch geglückt. Trotz roter Vorzeichen aus Asien, wo neben schwachen Vorgaben der Wall Street auch durchwachsene japanische Konjunkturdaten sowie ein festerer Yen belasteten, startete der heimische Leitindex fester in den Tag.

Noch vor der Eröffnung vermeldete, enttäuschende Konsumdaten aus den beiden größten Volkswirtschaften der Eurozone sowie hinter den Erwartungen zurückgebliebene Arbeitsmarktdaten für Italien und den Euroraum, die im Laufe des Vormittages veröffentlicht wurden, drückten den Aktienmarkt jedoch schnell zurück ins Minus. Ermutigenden Wachstumszahlen aus Spanien sowie optimistischen Zeilen der EZB, die erwartet, dass sich die konjunkturelle Erholung innerhalb der Eurozone verstetigt und an Breite gewinnt, blieb es dagegen zunächst verwehrt, nachhaltig positive Akzente zu setzen. 

Für frischen Schwung sorgten dann allerdings die US-Daten vom Nachmittag. Überraschend stark ausgefallene Arbeitsmarktdaten und ermutigende Signale eines Konjunkturbarometers für die Region Chicago, die den US-Dollar kurzzeitig stärken sollten, brachten die Bullen im DAX zurück aufs Parkett. Mehr als ein Wermutstropfen waren dagegen hinter den Erwartungen zurückgebliebene Zahlen zur Entwicklung der Reallöhne sowie zu den Konsumausgaben der US-Bürger. Unter dem Strich bleibt ein möglicherweise schon bald erfolgender Zinsschritt der US-Notenbank vorerst allerdings dennoch auf dem Tisch, was in Verbindung mit einigen eher schwachen Geschäftszahlen schließlich in einen kleinen Ausverkauf am US-Markt mündete. Zum Wochenschluss war es den US-Börsen angesichts schwacher Konjunkturdaten, die Hoffnungen auf ein Hinauszögern eines Zinsschrittes machten, allerdings gelungen, die Verluste vor Vortag weitestgehend zu egalisieren. Dabei halfen enttäuschende Zahlen vom Immobiliensektor ebenso wie die anhaltende Schwäche auf dem Industriesektor. Ungeachtet dessen spricht ein weiterhin starkes Konsumklima dafür, dass die US-Verbraucher auch künftig positive Impulse für das Wachstum der größten Volkswirtschaft der Erde liefern werden.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Märkte die positiven US-Vorgaben vom Wochenschluss auf, während positive Signale vom chinesischen Immobiliensektor stützen und Schwächesignale der chinesischen Industrie neue Hoffnungen auf zusätzliche Konjunkturstimuli schüren. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet. 

Aus charttechnischer Perspektive ist der Fokus auf der Oberseite weiter auf die Widerstandszone bei 11.600 Punkten gerichtet. Gelingt es nicht, die Hürde zu überwinden, droht ein Rückfall bis auf 11.400 Punkte bzw. ein Test des Vorwochentiefs bei 11.330 Punkten.

Devisen

Die Unsicherheit über den Zustand der US-Konjunktur bringt dem Euro weiter Rückenwind. Einzelnen Datensätzen aus den USA gelingt es immer wieder, Zweifel an der Stärke der US-Konjunktur hervorzurufen. Sollten die Bullen den Kampf an der Marke von 1,12 US-Dollar für sich entscheiden, warten die nächsten Zwischenziele bei 1,1260 und 1,13 US-Dollar. Auf der Unterseite haben die Bären die 1,11 US-Dollar im Visier.

Rohstoffmarkt

Für den Goldpreis ging es zum Wochenschluss deutlich bergab. Mit starken US-Arbeitsmarktdaten und einer zwischenzeitlichen Erholung des US-Dollars fiel das Edelmetall bis an die Unterstützungszone bei 1.175 bzw. 1.180 US-Dollar zurück. Sollte das Momentum der Bären anhalten, drohen Tiefs bis auf 1.160 US-Dollar. Auf der Oberseite gilt es für die Bullen dagegen, die Marke von 1.200 US-Dollar zurückzuerobern.

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