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Morning News

Gute Nachrichten aus den USA und besser als erhoffte Wirtschaftsdaten aus der Volksrepublik China haben den DAX zunächst steigen lassen. Die Vereinigten Staaten haben die Schuldenobergrenze schon wieder erreicht. Dennoch ist eine Haushaltssperre für das am 1. Oktober gerade erst begonnene Wirtschaftsjahr 2015/16 zumindest bis zum 11. Dezember verschoben worden.

Dann läuft der aktuell beschlossene Zwischen-Haushaltsplan aus. Anfang Dezember droht dann wieder das übliche parteipolitische Geschrei zwischen Demokraten und der Tea Party, einer radikalen Gruppe der Republikaner. In China ist der vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" veröffentlichte PMI-Einkaufsmanagerindex (eher auf kleine und mittelgroße Firmen bezogen) für September von 47,7 auf 47,2 Punkte gefallen und damit auf den niedrigsten Stand seit sechseinhalb Jahren. Allerdings befürchteten Experten ein Absacken auf 47,0 Zähler. Dem Statistikamt in Peking zufolge stieg der PMI-Index (bezogen auf größere produzierende Konzerne) für September sogar von 49,7 auf 49,8 Punkte. Analysten hatten den Wert auf 49,6 Punkten geschätzt. Beide Werte sind jedoch niedriger als 50, was auf einen weiteren Abschwung hindeutet. Wegen eines Nationalfeiertags sind die Börsen in China am Donnerstag geschlossen. Im Tagesverlauf hat der deutsche Leitindex allerdings aufgrund schwacher Industrie-Daten aus der Eurozone stetig verloren. In Deutschland, Italien und Spanien fielen die Indikatoren der Industrieunternehmen für September zum dritten Mal in Folge. Jedoch signalisieren diese Indikatoren alle ein weiteres Wachstum. Die Daten für Frankreich überraschten sogar. Die US-Börsen gaben ihre vorbörslichen Gewinne wieder ab und so setzte sich der Abwärtstrend fort. Am unteren Ende der Wertentwicklung der 30 DAX-Werte finden sich die Deutsche Bank, Volkswagen und die Deutsche Telekom; oben stehen die Aktien von HeidelbergCement, der Deutschen Börse und K+S. Ob das Initial Public Offering (IPO) von Scout24 mit einem Ausgabekurs von 30 Euro und einer Erstnotiz von 30,75 Euro ein Erfolg war, darüber lässt sich streiten. Zumindest ging das Internet-Portal tatsächlich an die Börse. Bayer dagegen senkt die Zahl der zum Verkauf stehenden Aktien der abzuspaltenden Kunststoff-Sparte Covestro und auch gleich noch den Preis, weil die Nachfrage so schwach ist. Das Emissionsvolumen sinkt von 2,5 auf 1,5 Milliarden Euro. Der Auto-Zulieferbetrieb Schaeffler denkt Insidern zufolge, darüber nach, weniger Vorzugsaktien zu verkaufen und den bislang für Montag geplanten Börsengang zu verschieben.

Die US-Konjunkturdaten vom Nachmittag fielen im Anschluss dagegen uneinheitlich aus. Schwächesignale kamen zunächst vom Immobilienmarkt. Dort waren die Preise für Wohneigentum im Juli gegenüber dem Vormonat wider Erwarten rückläufig. Auch im Jahresvergleich blieb der Anstieg der Preise hinter den Erwartungen zurück. Deutlich wichtiger waren indes ermutigende Signale seitens der Verbraucher. Auch hier gab es zwar eine Überraschung, doch das US-Konsumklima hatte sich im September entgegen der Erwartungen weiter aufgehellt. Das entsprechende Sentimentbarometer kletterte damit in Richtung eines Vierjahreshochs. Von den wichtigen positiven Signalen vom Binnenkonsum sowie einem sich erholenden Rohstoffsektor gestützt, retteten sich die großen US-Indizes in den letzten Handelsminuten noch mehrheitlich ins Plus.

In den USA hat der Dow Jones Industrial die Verluste beinahe aufgeholt; ein kleines Minus ist jedoch geblieben. Fachleute erklären, weil ein neues Quartal begonnen hat und das abgelaufene an den US-Börsen sehr schwach gewesen ist, trauen sich die Anleger nun nicht zu kaufen. Ähnliches gilt für den japanischen Nikkei, der das zwischenzeitliche Minus jedoch tatsächlich ausgeglichen und sogar mit einem kleinen Plus geschlossen hat. Die Japaner profitierten von günstig ausgelegten Wirtschaftsdaten aus der Volksrepublik China, in der heute die Börsen wegen des Nationalfeiertages geschlossen bleiben. Die Fachleute von Lang & Schwarz sehen den DAX zur Eröffnung im Plus. Im DAX liegen die charttechnischen Unterstützungen beim Tief von August bei 9.340 Punkten, beim Tief von Dezember 2014 bei 9.220 Zählern und psychologisch wichtig bei der Marke von 9.000 Punkten. Die Widerstände befinden sich bei 9.500 Punkten, wobei diese Marke leicht überschritten worden ist. Danach folgen die Hürden bei 9.560 und bei 9.600 Zählern.

Aus charttechnischer Perspektive richtet sich der Fokus auf der Oberseite nun wieder auf die Marke von 9.600 Punkten. Sollte es gelingen, die Hürde zu überwinden, warten die nächsten Zwischenziele bei 9.700 und 9.740 Punkten, bevor das Etappenziel bei 9.800 Punkten in Angriff genommen werden kann. Auf der Unterseite droht unterhalb von 9.500 Punkten dagegen ein erneuter Bärenangriff auf die Bewegungstiefs bei 9.340 bzw. bei 9.300 Punkten. Zwischenziel wäre dabei die Marke von 9.430 Punkten.

Devisen

Der Euro kostete am 1. Oktober 1,119 Dollar und verteuerte sich demnach beziehungsweise der Dollar ist billiger geworden. Die Anleger reagierten damit auf den schwächer ausgefallenen ISM-Einkaufsmanager-Index, der auf 50,2 Punkte gefallen ist, wobei Werte von weniger als 50 auf eine schrumpfende Wirtschaft hindeuten. Dieser Index wird auch vom US-Notenbanksystem (Fed) stark beachtet, ist also eine mögliche Begründung für ein erneutes Verschieben der Zinswende. Die nächste Unterstützung für den Euro ist die Marke von 1,10 Dollar und der nächste Widerstand liegt bei 1,24 Dollar.

Rohstoffmarkt

Für 31,1 Gramm Gold, also eine Feinunze ist mit 1.113,73 Dollar etwas weniger zu bezahlen als am Vortag. Bei 1.130 Dollar verlaufen eine Abwärtstrendlinie und eine Aufwärtstrendlinie, die auf eine Entscheidung für den Goldpreis nach oben oder nach unten hindeuten. Eine charttechnische Unterstützung befindet sich bei 1.100 Dollar. Das Chartbild würde besser, wenn zunächst die seitlich laufende 38-Tagelinie bei derzeit 1.127,30 Dollar je Unze überwunden würde. Die 200-Tagelinie sinkt leicht und befindet sich momentan bei 1.178,30 Dollar. Sobald dieser Widerstand genommen worden ist, dürfte sich der Goldpreis eindeutig weiter erholen.

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Die „flatex GmbH“, als Herausgeberin dieses Magazins übernimmt keine Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der im Magazin enthaltenen Börsen- und Wirtschaftsinformationen, allgemeinen Marktdaten, Preise, Indizes und sonstigen Inhalte. Gleichfalls übernimmt die „flatex GmbH“ keine Haftung für etwaige Verzögerungen oder die Genauigkeit sowie Verfügbarkeit der publizierten Inhalte. Weiterlesen

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