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Morning News

Nach zwei Verlusttagen konnte der DAX am Mittwoch erstmals in dieser Handelswoche mit Zugewinnen schließen. Mit mehrheitlich freundlichen Vorzeichen aus Asien, wo der anhaltende Ausverkauf am chinesischen Aktienmarkt sowie durchwachsene chinesische Konjunkturdaten von Hoffnungen auf weitere Konjunkturspritzen der chinesischen Regierung begleitet und von positiven US-Vorgaben und ermutigenden Signalen der japanischen Industrie überlagert wurden, startete der heimische Leitindex fester in den Tag.

Für Rückenwind sorgten zunächst insbesondere Hoffnungen auf ein Einlenken der griechischen Regierung, die sich um ein drittes Hilfsprogramm bemühte und sich zugleich zu weitreichenden Zugeständnissen bereit zeigte. Im weiteren Verlaufe des Handelstages kamen die Notierungen allerdings deutlich von ihren Hochs zurück, nachdem klar wurde, dass die Gläubiger erst den Ausgang der Volksabstimmung in Griechenland am kommenden Wochenende abwarten werden und Griechenlands Premier Tsipras seine Empfehlung an sein Volk, gegen die Sparauflagen zu stimmen, noch einmal bekräftigte. Die Konjunkturdaten aus der Eurozone zeichneten indes ein gemischtes Bild: Während die konjunkturelle Erholung weiter voranschreitet und die Stimmung im Industriesektor ein Vierzehnmonatshoch erreichte, blieben die Orderzahlen für den heimischen Maschinenbau im Mai erneut hinter den Erwartungen zurück.
 
Hinter den Erwartungen war zudem auch ein Sentimentbarometer aus Großbritannien zurückgeblieben, wo der Industriesektor im Juni weiter an Fahrt verlor. Der Trend bleibt zwar weiterhin aufwärts gerichtet, allerdings ist die Expansionsschwelle mittlerweile gefährlich nahe gerückt. Die US-Daten vom Nachmittag überzeugten auf ganzer Linie. Die Arbeitsmarktdaten von Dienstleister ADP für den Juni fielen deutlich stärker aus als erwartet. Zudem wurden auch die Zahlen für den Vormonat noch leicht nach oben korrigiert. Auch die Immobilienmarktdaten vermochten zu gefallen: Nachdem die Bauausgaben bereits im April stark gestiegen waren, fiel auch das Plus im Mai deutlich stärker aus als erwartet. Zwei Sentimentbarometer für den Industriesektor sendeten zwar uneinheitliche Signale, allerdings bleibt der übergeordnete Trend im verarbeitenden Gewerbe weiterhin robust und aufwärts gerichtet. Die US-Indizes konnten die Gewinne vom Vortag weiter ausbauen.
 
Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Märkte die positiven US-Vorgaben mehrheitlich auf, während ein leichterer Yen für zusätzlichen Rückenwind sorgt, sich der Ausverkauf am chinesischen Aktienmarkt allerdings zugleich weiter fortsetzt. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst kaum verändert erwartet.
 
Aus charttechnischer Perspektive ist der Fokus auf der Oberseite auf die Marke von 11.200 Punkten gerichtet. Ein weiteres Ziel wartet bei 11.250 Punkten. Unter 11.140 Punkten drohen ein schneller Test der 11.100 sowie weitere Rückläufe bis auf 11.000 Punkte.
 
Die anhaltende Hängepartie um Griechenland, nicht zuletzt aber die positiven US-Daten, die bei einer Bestätigung durch einen starken Arbeitsmarktbericht heute zu erneut steigenden Ängsten vor einem nahenden US-Zinsschritt führen könnten, drückten die Gemeinschaftswährung zur Wochenmitte deutlich ins Minus. Während es auf der Oberseite gilt, die Marke von 1,11 US-Dollar zurückzuerobern, droht auf der Unterseite ein Test der Vortagestiefs um 1,1040 US-Dollar und im Falle eines Angriffs auf die 1,10 US-Dollar ein Test der Wochentiefs im Bereich um 1,1070 bzw. 1,1080 US-Dollar.

Starke US-Konjunkturdaten und ein aufwertender US-Dollar brachten erneuten Gegenwind für den Goldpreis mit sich. Auch im Falle des Edelmetalls gilt heute: Überzeugt der US-Arbeitsmarktbericht, könnten deutliche Rücksetzer drohen. Ziele auf der Unterseite finden sich bei 1.160 sowie übergeordnet bei 1.140 US-Dollar. Auf der Oberseite gilt es dagegen, den Widerstandsbereich um 1.175 bzw. 1.180 US-Dollar zu überwinden.

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