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Morning News

Am Mittwoch konnte der DAX erstmals in dieser Handelswoche Zugewinne verbuchen. Mit freundlichen Vorzeichen aus Asien, wo die Märkte nach den Verlusten der vergangenen Tagen mit einem sich erholenden Automobilsektor, anziehenden Rohstoffwerten und einem schwächeren Yen, der mäßige japanische Konjunkturdaten überlagerte, eine Gegenbewegung einläuteten, startete der heimische Leitindex fester in den Tag.

Hinter den Prognosen zurückgebliebene Konjunkturdaten aus Deutschland, wo sowohl frische Zahlen aus dem Einzelhandel und vom Arbeitsmarkt sowie frische Orderzahlen aus dem Maschinenbau die Erwartungen verfehlten, fielen kaum ins Gewicht. Dies galt auch für durchwachsene Konsumdaten aus Frankreich sowie die stagnierende Arbeitslosenquote im Euroraum. Ursache für das bullishe Sentiment waren insbesondere gestiegene Hoffnungen auf zusätzliche geldpolitische Konjunkturstimuli durch die Europäische Zentralbank. Diese hatte für den Monat September gesunkene Verbraucherpreise gemeldet, wodurch die Ängste vor dem Deflationsgespenst wieder neue Nahrung erhielten. In der Folge ging es auch für die europäische Gemeinschaftswährung deutlich bergab, was den DAX zusätzlich stützte.

Im weiteren Verlauf des Handelstages hielten sich Licht und Schatten auf der Konjunkturseite die Waage. Aktualisierte Wachstumszahlen aus Großbritannien bestätigten, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Europäischen Union ihrem soliden Wachstumspfad auch im abgelaufen Quartal treu geblieben war. Im Kleingedruckten wusste insbesondere der starke Aufwärtstrend bei den Reallöhnen zu gefallen. Im Anschluss untermauerten frische Zahlen vom US-Arbeitsmarkt, dass der robuste Aufwärtstrend auch im Monat September stabil geblieben war. Im Gegenzug missfielen allerdings Schwächesignale eines Konjunkturbarometers für die Region Chicago. Das entsprechende Sentimentbarometer war im Monat September überraschend deutlich unter die Wachstumsschwelle zurückgefallen. Am Abend enttäuschte US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen schließlich die Erwartungen, als sie bei einer Rede in St. Louis weder die US-Wirtschaft noch die Zinspolitik thematisierte. Die US-Indizes folgten der marktbreiten Erholung und schlossen ebenfalls deutlich fester.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag freundlich. In Asien greifen die Märkte die positiven US-Vorgaben auf, während die Hoffnung auf weitere Konjunkturstimuli durch die japanische Notenbank sowie leichte Stabilisierungssignale aus der chinesischen Industrie zusätzlich stützen. Die Futures auf die US-Indizes werden fester gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive wartet das nächste Zwischenziel auf der Oberseite angesichts der angedeutet freundlichen Eröffnung bereits bei 9.800 Punkten. Gelingt den Bullen der Angriff, könnten schnelle Hochs bis auf 9.880 Punkte folgen. Auf der Unterseite gilt es dagegen zunächst, die Unterstützung bei 9.600 Punkten zu verteidigen.

Devisen

Für den Euro ging es zur Wochenmitte deutlich bergab. Gegenwind kam von gefallenen Verbraucherpreisen aus der Eurozone, die den Spekulationen hinsichtlich einer Ausweitung des laufenden Anleihekaufprogrammes der Europäischen Zentralbank neue Nahrung lieferten. Sollte die Unterstützungszone bei 1,1130 US-Dollar durchbrochen werden und auch die Marke von 1,11 US-Dollar fallen, drohen weitere Anschlusstiefs bis auf 1,1040 US-Dollar. Erstes Zwischenziel auf der Oberseite ist der Widerstandsbereich bei 1,12 bzw. 1,1220 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Robuste Signale vom US-Arbeitsmarkt sowie ein festerer US-Dollar brachten am Mittwoch frischen Rückenwind für das Bärenlager mit sich. In der Folge gelang es, die Verteidigungslinie bei 1.120 US-Dollar zu durchstoßen. Sollte es den Bullen nicht gelingen, die Marke zurückzuerobern, droht ein schneller Angriff auf die Unterstützungszone bei 1.100 US-Dollar.

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