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Am Donnerstag verbuchte der DAX deutliche Verluste. Mit roten Vorzeichen aus Asien, wo in Folge der Zinsängste und des festeren US-Dollars auch die zurückfallenden Rohstoffpreise auf den Notierungen lasteten, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

Ein Abverkauf der schwer gewichteten Bayer-Aktie hatte den Kursrutsch im frühen Handel zudem noch zusätzlich verstärkt. Im ersten Teil der Handelssitzung blieb die Nachrichtenlage dennoch überschaubar. Frische Arbeitsmarktdaten aus Frankreich, wo die Arbeitslosenquote im ersten Quartal auf hohem Niveau verharrte, konnten kaum negativ überraschen. Das Gleiche galt für die Sorgen der Währungshüter der Europäischen Zentralbank, die laut der Zeilen des Sitzungsprotokolls zum jüngsten Zinsentscheid mit Blick auf die niedrigen Teuerungsraten im Euroraum eine Verfestigung der flachen Inflationserwartungen fürchten. Allerdings wollen sich die Notenbanker vorerst weiterhin auf die Umsetzung der bereits beschlossenen Maßnahmen fokussieren, was im Umkehrschluss zunächst als eine Absage an mögliche weitere Lockerungsmaßnahmen zu lesen war.

Im weiteren Verlauf des Handelstages hellte sich die Nachrichtenlage zumindest konjunkturseitig zunehmend auf. In Großbritannien wusste der Einzelhandel für den April zunächst mit einem unerwartet stark ausgefallenen Umsatzplus zu überraschen, welches signalisierte, dass sich die Verbraucher in der zweitgrößten Volkswirtschaft der EU zumindest bislang kaum von den Unheilsszenarien rund um den möglichen Austritt aus der Europäischen Union beeindrucken lassen. In den USA unterstrichen robuste Arbeitsmarktdaten, ein Konjunkturbarometer der Federal Reserve Chicago und der besser als erwartet ausgefallene Sammelindex der US-Frühindikatoren schließlich das anhaltend positive Konjunkturklima in der größten Volkswirtschaft der Erde. Die marginale Eintrübung eines Sentimentbarometers für die Industrie in der Region Philadelphia fiel hingegen kaum ins Gewicht. Deutlich mehr Beachtung fanden allerdings erneut die Aussagen führender US-Notenbanker. Sowohl Jeffrey Lacker, Präsident der Federal Reserve Richmond, als auch William Dudley, Präsident der Federal Reserve New York, deuteten an, dass eine neuerliche Zinsanhebung bereits auf der kommenden Sitzung der US-Notenbank im Juni erfolgen könnte. Die Zinssorgen und die vom festeren US-Dollar belasteten, zurückfallenden Rohstoffpreise drückten die US-Indizes abermals ins Minus.

DAX:

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag freundlich. In Asien werden die Märkte von anziehenden Ölpreisen gestützt. Die Futures auf die US-Indizes werden ebenfalls fester gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive richtet sich der Fokus auf der Oberseite angesichts der voraussichtlich freundlichen Eröffnung weiterhin auf die 10.000-Punktemarke. Auf der Unterseite finden sich die nächsten Zwischenziele dagegen bei 9.800, 9.770 sowie bei 9.740 Punkten.

Devisen

EUR/DB EUR/USD:

Den Bullen ist es am Donnerstag zunächst gelungen, mehrere Angriffe auf die Marke von 1,12 US-Dollar abzuwehren. Sollte ein erneuter Test der Bären erfolgreich sein, könnte ein schneller Angriff auf die 200-Tage-Linie drohen, die aktuell bei 1,11 US-Dollar verläuft. Die nächsten Zwischenziele auf der Oberseite finden sich hingegen bei 1,1260 sowie bei 1,13 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Gold in USD : 

Der feste US-Dollar und die Aussicht auf weiter steigende US-Zinsen setzten dem Edelmetall auch am Donnerstag zu. Die Bärenattacke wurde schließlich erst vor der wichtigen Unterstützungszone bei 1.240 US-Dollar zum Stehen gebracht. Ein Gegenschlag der Bullen könnte nun zunächst Ziele bis 1.260 bzw. 1.265 US-Dollar verfolgen. Sollte ein erneuter Bärenangriff auf die Verteidigungslinie bei 1.240 US-Dollar hingegen erfolgreich sein, droht ein Kursrutsch bis auf 1.220 US-Dollar.

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