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Am Mittwoch verbuchte der DAX leichte Zugewinne. Mit roten Vorzeichen aus Asien, wo die schwachen Vorgaben der Wall Street und die aufgekommenen Sorgen vor einer nahenden Zinserhöhung der US-Notenbank anziehende Ölpreise sowie ermutigende japanische Wachstumszahlen überlagerten, startete der heimische Leitindex leichter in den Handel.

Robuste heimische Arbeitsmarktdaten, die noch vor der Eröffnung gemeldet wurden, konnten im frühen Handel im Gegenzug allerdings ebenso stützen wie der in Folge der Dollar-Stärke deutlich schwächere Euro. Aktualisierte Inflationsdaten für den Euroraum, die andeuteten, dass die im April in den negativen Bereich zurückgefallene Teuerungsrate die Europäische Zentralbank perspektivisch abermals zum Handeln zwingen könnte, schwächten die Gemeinschaftswährung im Anschluss noch zusätzlich. Unter dem Strich bewegte sich vor der mit Spannung erwarteten Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls zum jüngsten Zinsentscheid der US-Währungshüter allerdings dennoch nur wenig.

Passend dazu fanden auch britische Arbeitsmarktdaten, die eine zunehmende Abkühlung des Jobmotors der zweitgrößten Volkswirtschaft der EU signalisierten, kaum Beachtung. Gleiches galt zudem für die Stimmungseintrübung, die das Institute for Supply Management (ISM) im neuen Wirtschaftsausblick für die US-Industrie sowie den US-Dienstleistungssektor meldete. Die veröffentlichten Zeilen des jüngsten Sitzungsprotokolls der Fed sollten die Marktteilnehmer am Abend dann allerdings wach rütteln und schocken. Der Dow Jones fiel im Zuge der Veröffentlichung gut 200 Punkte zurück. Das Protokoll verdeutlichte, dass unter den US-Währungshütern weitestgehend Einigkeit über eine mögliche Zinserhöhung im Juni besteht, insofern sich die US-Konjunktur weiter günstig entwickeln sollte. Hierfür wünschen sich die Währungshüter eine weitere Verbesserung der Konditionen am Arbeitsmarkt, einen Anstieg der Inflationsraten sowie eine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums. Mit den jüngsten Inflationsdaten, einer wahrscheinlichen Aufwärtsrevision der Wachstumszahlen für das erste Quartal sowie den zuletzt ohnehin überwiegend robusten Konjunkturdaten ist eine mögliche Zinserhöhung im Juni oder Juli somit durchaus realistisch. Die US-Indizes entfernten sich bis zum Handelsschluss von ihren Tagestiefs und schlossen nahe der Vortagesniveaus.

DAX: 

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag rot. In Asien werden die Märkte von den am Vorabend verstärkten Zinsängsten belastet, während frische Orderzahlen für den japanischen Maschinenbau nicht vollends überzeugen können und zurückfallende Ölpreise zusätzlich belasten. Die Futures auf die US-Indizes werden leichter gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst leichter erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive drohen unterhalb von 9.800 Punkten abermals schnelle Rückläufe bis auf 9.740 bzw. in der Folge bis auf 9.670 Punkte. Auf der Oberseite behalten die Bullen dagegen weiterhin die 10.000-Punktemarke im Visier.

Devisen

EUR/DB EUR/USD:

Eine mögliche weitere Zinsanhebung der US-Notenbank und negative Inflationsraten aus dem Euroraum, die auch die Europäische Zentralbank perspektivisch noch einmal zum Handeln zwingen könnten, setzten den Euro zur Wochenmitte stark unter Druck. Sollten die Bullen die Marke von 1,12 US-Dollar nicht verteidigen können, rückt übergeordnet bereits wieder die 200-Tage-Linie in den Fokus, die aktuell bei 1,11 US-Dollar wartet. Bei einem Gegenschlag der Bullen könnten dagegen zunächst Ziele bis 1,13 US-Dollar angelaufen werden.

Rohstoffmarkt

Gold in USD:

Die Aussicht auf steigende US-Zinsen und der zuletzt deutlich festere US-Dollar brachten am Mittwoch starken Gegenwind für das Edelmetall mit sich. Übergeordnet fassen die Bären nun wieder Ziele bis 1.240 US-Dollar ins Auge. Die Bullen haben dagegen zunächst Ziele bis 1.260 bzw. 1.265 US-Dollar im Visier.

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Die „flatex GmbH“, als Herausgeberin dieses Magazins übernimmt keine Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der im Magazin enthaltenen Börsen- und Wirtschaftsinformationen, allgemeinen Marktdaten, Preise, Indizes und sonstigen Inhalte. Gleichfalls übernimmt die „flatex GmbH“ keine Haftung für etwaige Verzögerungen oder die Genauigkeit sowie Verfügbarkeit der publizierten Inhalte. Weiterlesen

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