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Morning News

Der DAX beschloss die abgelaufene Handelswoche mit Verlusten. Mit negativen Vorzeichen aus Asien, wo die Märkte schwache Vorgaben der Wall Street aufgegriffen hatten und überraschend positive japanische Industriedaten gegenüber frisch aufgekommenen Konjunktursorgen sowie einem in der Folge schwächeren Rohstoffsektor kaum für Entlastung sorgen konnten, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

Den noch vor der Eröffnung vermeldeten Wachstumszahlen aus den beiden größten Volkswirtschaften der Eurozone war es indes nicht gelungen, positive Akzente zu setzen. Frankreichs Wirtschaft konnte nach der Stagnation im zweiten Quartal zwar zuletzt wieder leicht an Fahrt gewinnen, allerdings hielt sich die Wachstumsdynamik ebenso wie auch in Deutschland in überschaubaren Grenzen. Die größte Volkswirtschaft der Eurozone konnte im dritten Quartal zwar ebenfalls zulegen, hatte im Vergleich zum Vorquartal allerdings zugleich an Tempo eingebüßt. Spürbare Wachstumsimpulse kamen dabei erneut lediglich vom Binnenkonsum, während die Unternehmen ihre Investitionen zurückgefahren hatten und der Außenhandel vor dem Hintergrund einer anhaltend schwachen globalen Nachfrage eher bremste. Italien meldete zwar ebenfalls ein zartes Wachstumsplus, allerdings wurden die Erwartungen hier gar verfehlt. Unter dem Strich blieb auch die Wachstumsrate für den gesamten Währungsblock leicht hinter den Erwartungen zurück. Indes signalisierten die gestiegenen Exportzahlen aus der Handelsbilanz der Währungsunion für September, dass die globale Nachfrage trotz der jüngsten Schwäche keineswegs einzubrechen droht.

Im weiteren Verlauf des Handelstages enttäuschten dann die vielbeachteten Konsumdaten aus den USA. Die Einzelhändler meldeten für den Oktober lediglich ein minimales Umsatzplus, womit die Erwartungen deutlich verfehlt wurden. Wie weitere Daten zur Entwicklung der US-Lagerbestände andeuteten, stagnierten im September zudem die Umsatzzahlen der Unternehmen. Trotz der wenig erfreulichen Nachrichten präsentiert sich das US-Konsumklima, das im November auf ein Viermonatshoch kletterte, allerdings weiterhin robust. Zudem brachten flache Inflationsdaten von der Produzentenebene mit Blick auf die nahende US-Zinswende zumindest einen Funken Hoffnung mit sich: Die im Oktober unerwartet stark zurückgefallenen Erzeugerpreise, die als Trendindikator für die Verbraucherpreise gelten, könnten ein mögliches weiteres Zögern der US-Währungshüter immerhin begünstigen. Allerdings bleibt die Wahrscheinlichkeit einer Zinswende im Dezember hoch – eine Tatsache, die die US-Märkte zum Wochenschluss abermals ausbremste. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag im Minus.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag rot. In Asien greifen die Märkte die schwachen Vorgaben aus der Vorwoche auf, während enttäuschende Wachstumszahlen aus Japan, die die Volkswirtschaft in die Rezession stürzen, zusätzlich belasten und Investoren nach der Tragödie von Paris zunächst an die Seitenlinie wechseln oder die sicheren Häfen suchen. Die Futures auf die US-Indizes werden leichter gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Minus erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive gilt es für die Bullen auf der Unterseite zunächst, die Marke von 10.600 Punkten zu verteidigen. Gelingt dies nicht, sind die vorbörslichen Tiefs bei 10.530 Punkten das nächste Ziel. Die ersten Ziele auf der Oberseite finden sich bei 10.690 sowie bei 10.730 Punkten.

Devisen

EUR/DB EUR/USD: 

Die mäßigen Wachstumszahlen aus der Eurozone vom vergangenen Freitag hatten den Euro in den letzten Handelsstunden spürbar unter Druck gesetzt. Unter dem Strich bewegt sich allerdings weiterhin nicht viel und der Euro verharrt weiterhin in der Range zwischen 1,07 und 1,0780 US-Dollar. Stärkere Bewegungen könnten allerdings folgen, falls Bullen oder Bären die Marken von 1,0670 US-Dollar oder 1,0830 bzw. 1,0840 US-Dollar durchbrechen. Mit Blick auf das Tagesprogramm könnten die Inflationsdaten für die Eurozone am Vormittag durchaus stärkere Impulse mit sich bringen.

Rohstoffmarkt

Gold in USD:

Nach dem Terroranschlag in Paris wird das Edelmetall als sicherer Hafen gesucht. Sollte es den Goldbullen in der Folge gelingen, den Widerstandsbereich bei 1.100 US-Dollar nachhaltig zu überwinden, ist durchaus ein schneller Angriff auf das Etappenziel bei 1.120 US-Dollar denkbar. Ist die Hürde allerdings zu hoch, drohen zunächst Rückläufe bis an die Unterstützungszone bei 1.080 US-Dollar.

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