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Morning News

Nach zwei Gewinntagen verbuchte der DAX am Donnerstag wieder deutliche Verluste. Mit gemischten Vorzeichen aus Asien, wo schwache Vorgaben der Wall Street sowie enttäuschende chinesische Daten zur Kreditentwicklung belasteten, während ermutigende Orderzahlen für den japanischen Maschinenbau sowie ein zuletzt schwächerer Yen im Gegenzug stützen konnten, startete der heimische Leitindex kaum verändert in den Tag.

Doch die lähmende Wirkung der US-Zinswende sowie die anhaltenden Sorgen um die globale Wachstumsdynamik – auf letztere hatte EZB-Präsident Draghi bei einer Anhörung am Donnerstagmorgen im Europäischen Parlament verwiesen – entfalteten auch am Donnerstag ihre Wirkung auf dem Börsenparkett. Und obwohl Mario Draghi auch mit Blick auf die weiterhin flachen Inflationsprojektionen erneut zusätzliche Lockerungsmaßnahmen andeutete, konnte auch ein zunächst schwächerer Euro kaum positive Impulse für den Aktienmarkt liefern. Am späten Vormittag hatten schwache Industriedaten aus dem Euroraum noch zusätzlich belastet: Die Gesamtproduktion war im September erneut und darüber hinaus noch stärker als erwartet zurückgefallen. Die triste konjunkturelle Momentaufnahme wurde von einer aktuellen Ifo-Studie zum Weltweltwirtschaftsklima, das sich im vierten Quartal weiter abgekühlt hatte, komplettiert. Die Weltwirtschaft wachse nur mäßig, resümierten die Experten. 

Nach abermals robusten Daten vom US-Arbeitsmarkt sollte es im weiteren Tagesverlauf schließlich auch weitere gewichtige Wortmeldungen zur nahenden US-Zinswende geben, da am Donnerstag gleich mehrere Präsidenten regionaler Notenbanken zur Thematik sprachen. Und obwohl sich die Töne in Nuancen unterschieden, hatten William Dudley, Charles Evans und James Bullard letzten Endes doch einen gemeinsamen Nenner: Ein baldiger Zinsschritt sei durchaus wahrscheinlich. Auch Stanley Fischer, Vizepräsident der Federal Reserve, sollte am späten Donnerstagabend schließlich noch in den Kanon einstimmen. Die Aussagen lockten schließlich mehr und mehr Bären auf das Parkett. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag mit deutlichen Verlusten, wobei ein schwacher Rohstoffsektor noch zusätzlich belasten sollte.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Märkte die schwachen US-Vorgaben auf, während Konjunktursorgen sowie der anhaltende Ausverkauf auf dem Rohstoffsektor zusätzlich belasten, während ermutigende Daten vom japanischen Industriesektor kaum stützen können. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst leichter erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive drohen auf der Unterseite weitere Rückläufe bis auf 10.690 bzw. 10.650 Punkte sowie ein Angriff auf die Unterstützungszone bei 10.600 Punkten. Auf der Oberseite gilt es zunächst, die Marke von 10.800 Punkten zurückzuerobern. Ein nächstes Zwischenziel würde in der Folge bei 10.880 Punkten warten.

Devisen

EUR/DB EUR/USD: Nachdem der Euro am Donnerstagmorgen nach Aussagen von EZB-Präsident Draghi abermals unter Druck geraten und erneut unter die Marke von 1,07 US-Dollar zurückgefallen war, setzte die Gemeinschaftswährung in der Folge zu einer deutlichen Erholungsbewegung an. Unter den Erklärungsansätzen finden sich sowohl die Verweise auf ein bestenfalls eher zögerliches Tempo bei der US-Zinswende oder auch einsetzende Gewinnmitnahmen. Die Gewinnmitnahmen sind u.a. mit Blick auf die schwachen Industriedaten aus der Eurozone allerdings das favorisierte Szenario. Es gilt sich in Erinnerung zu rufen, dass der Euro Mitte Oktober noch auf dem Weg zur Marke von 1,15 US-Dollar war. Mit Blick auf den Chart ist weiterhin erst mit stärkeren Bewegungen zu rechnen, falls es den Bullen gelingen sollte, die Widerstandszone bei 1,0830 bzw. 1,0840 US-Dollar zu durchbrechen. Auf der Unterseite könnten frische Bewegungstiefs markiert werden, falls die Bären die Unterstützungszone bei 1,0670 US-Dollar durchbrechen.

Rohstoffmarkt

Gold in USD: Da sich die Anzeichen eines möglichen US-Zinsschrittes im Dezember nach den jüngsten Aussagen namhafter US-Notenbanker verdichten, ging es für den Goldpreis am Donnerstag weiter bergab. Sollten die Bewegungstiefs bei 1.070 US-Dollar durchbrochen werden, nehmen die Bären übergeordnete Ziele bis 1.050 US-Dollar ins Visier. Leichte Entwarnung kann dagegen erst bei einem Sprung über die Marke von 1.100 US-Dollar gegeben werden.

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