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erstellt von flatex Team

Morning News

Zum Wochenschluss war es dem DAX gelungen, die Zugewinne vom Donnerstag weiter auszubauen. Mit gemischten Vorzeichen aus Asien, wo ein schwächerer Yen und das anhaltend positive Sentiment in China schwächere Vorgaben der Wall Street egalisierten, startete der heimische Leitindex zunächst leichter in den Tag.

Während im frühen Handel zunächst ohnehin Zurückhaltung herrschte, da die Investoren vor dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht ohnehin die Seitenlinie bevorzugten, wurde das Sentiment überdies von schwachen Konjunkturdaten aus Deutschland belastet. Der heimische Industriesektor hatte für den September wider Erwarten einen erneuten Rückgang der Gesamtproduktion gemeldet. Es war das zweite Minus in Folge, worüber auch die leicht nach oben korrigierten Zahlen aus dem Vormonat nicht hinwegzutrösten vermochten. Deutlich stärker als erwartet ausgefallene Industriedaten aus Spanien, die den anhaltenden Aufschwung in der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone untermauerten, konnten den Gesamtmarkt im Gegenzug zumindest etwas stützen. Der in der Tendenz zuletzt schwächere Euro, der seine jüngste Talfahrt im weiteren Tagesverlauf einmal mehr beschleunigen sollte, lockte die Bullen dann schlussendlich doch zurück auf das Parkett. 

Nachdem durchwachsene Konjunkturdaten aus Großbritannien keine Akzente setzen konnten, sorgte der US-Arbeitsmarktbericht schließlich für einen Paukenschlag. In der größten Volkswirtschaft der Erde wurden im Oktober deutlich mehr Stellen geschaffen als es die optimistischsten Prognosen erwarten ließen. Darüber hinaus wurden auch die Zahlen für die Vormonate leicht nach oben korrigiert. Neben der Arbeitslosenquote, die auf den niedrigsten Stand seit 2008 zurückgefallen war, wusste überdies insbesondere ein deutlicher Zuwachs bei den Reallöhnen zu gefallen. Summa summarum wurde der Bericht als deutliches Signal für einen möglichen Zinsschritt der US-Notenbank im Dezember gewertet, was auch der deutlich aufwertende US-Dollar unterstrich. Starke Zahlen zur Entwicklung der US-Verbraucherkredite rundeten die ermutigende Momentaufnahme zur US-Konjunktur am Abend noch ab. Da die erfreulichen Konjunkturdaten allerdings von der Aussicht auf steigende Zinsen überlagert wurden, schlossen die US-Indizes schließlich nahe ihrer Vortagesniveaus.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien werden die Märkte von der nahenden US-Zinswende sowie abermals enttäuschenden chinesischen Handelszahlen belastet, während positive chinesische Konsumdaten, anziehende japanische Reallöhne sowie ein leichterer Yen im Gegenzug zumindest vereinzelt stützen können. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive ist der Fokus auf der Oberseite zunächst auf die 200-Tage-Linie gerichtet, die bei 11.068 Punkten verläuft. Sollte der Sprung darüber gelingen, warten die nächsten Zwischenziele bei 11.140 bzw. 11.150 Punkten sowie bei 11.200 Punkten. Sollte die 11.000-Punktemarke auf der Unterseite nicht halten, wartet die nächste Unterstützung bereits bei 10.950 Punkten. Übergeordnetes Zwischenziel auf der Unterseite bleibt vorerst die Marke von 10.800 Punkten.

Devisen

EUR/DB EUR/USD:

Die starken US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag beflügelten den US-Dollar und brachten den Euro deutlich unter Druck. Nach einem erneuten Absturz befindet sich die europäische Gemeinschaftswährung nun in einer Konsolidierungsphase. Sollte es den Bullen jedoch nicht gelingen, den Widerstandsbereich um 1,0830 bzw. 1,0840 US-Dollar zu überwinden, drohen weitere Tiefs, die zunächst bis auf 1,0670 US-Dollar führen könnten.

Rohstoffmarkt

Gold in USD: 

Beim Goldpreis sehen wir eine ähnliche Situation. Mit dem starken US-Arbeitsmarktbericht im Rücken starteten die Bären am Freitag erneut eine Großoffensive. Diese kam dann erst im Bereich der Unterstützung bei 1.080 US-Dollar zum Stehen. Eine Erholungsbewegung könnte die Bullen nun zunächst bis auf 1.100 US-Dollar führen. Gelingt es nicht, die Marke zurückzuerobern, droht ein erneuter Test der Marke von 1.080 US-Dollar.

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Die „flatex GmbH“, als Herausgeberin dieses Magazins übernimmt keine Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der im Magazin enthaltenen Börsen- und Wirtschaftsinformationen, allgemeinen Marktdaten, Preise, Indizes und sonstigen Inhalte. Gleichfalls übernimmt die „flatex GmbH“ keine Haftung für etwaige Verzögerungen oder die Genauigkeit sowie Verfügbarkeit der publizierten Inhalte. Weiterlesen

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