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Nach fünf Gewinntagen in Serie verbuchte der DAX am Dienstag erstmals wieder Verluste. Mit uneinheitlichen Vorzeichen aus Asien, wo vor allem ein schwächerer Yen positive Akzente setzen konnte, startete der heimische Leitindex zunächst freundlich in den Tag, bevor er alsbald in die Verlustzone drehen sollte.

Für negative Impulse hatten unerwartet schwach ausgefallene Umsatzzahlen der heimischen Einzelhändler gesorgt, die noch vor der Eröffnung gemeldet wurden und zumindest leichte Zweifel an der Beständigkeit der Konsumlust unter den heimischen Verbrauchern, einem zentralen Wachstumstreiber der jüngeren Vergangenheit, aufkommen ließen. Der heimische Arbeitsmarkt präsentiert sich hingegen weiter robust. Die saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen fielen im Mai stärker zurück als erwartet. Auch mit Blick auf den Euroraum hielten sich Licht und Schatten in der Folge die Waage. Während aktualisierte Daten die leichte Beschleunigung des italienischen Wirtschaftswachstums zum Jahresbeginn bestätigten, stagnierte die Arbeitslosenquote in der Eurozone im April auf hohem Niveau. Im Falle von frischen EZB-Daten wusste die Ausweitung der Kreditvergabe im Euroraum zu gefallen. Im Gegenzug sorgten die deutlich nachlassende Dynamik des Geldmengenwachstums und nicht zuletzt die erneut negative Inflationsrate im Mai für frische Sorgenfalten.

Diese Sorgenfalten vertieften sich im Anschluss noch zusätzlich, als neueste Umfrageergebnisse aus Großbritannien, die eine Mehrzahl der Befürworter eines Austritts aus der Europäischen Union auswiesen, die Angst vor einem möglichen Brexit zusätzlich befeuerten. Während sich die Sorgen vor einem Brexit verstärkten, ebbten die Zinssorgen weiter ab, als frische US-Konjunkturdaten am Nachmittag untermauerten, dass die größte Volkswirtschaft der Erde eine weitere Zinsanhebung verkraften dürfte. Anziehende Löhne sowie unerwartet stark gestiegene Ausgaben der US-Haushalte signalisierten dabei, dass insbesondere die Zuversicht unter den Verbrauchern weiterhin ungebrochen ist. Passend dazu verharrt das Konsumklima trotz der leichten Eintrübung im Mai weiterhin auf vergleichsweise hohem Niveau. Überdies suggerieren die weiter steigenden Preise für Wohneigentum, dass der übergeordnete Trend am US-Immobilienmarkt ebenfalls weiterhin intakt ist. Frische Schwächesignale aus der US-Industrie, wo ein Sentimentbarometer für die Region Chicago im Mai unter die Wachstumsschwelle zurückgefallen war, konnten angesichts der anhaltenden Stärke des US-Dollars sowie der anhaltenden Schwäche der Außenwirtschaft sowie des heimischen Energiesektors, unter denen der Sektor leidet, hingegen kaum überraschen. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag schließlich uneinheitlich.

DAX:

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien präsentieren sich die Märkte mit teils enttäuschenden Konjunkturdaten aus Japan und China uneinheitlich, während zurückfallende Ölpreise und ein festerer Yen zusätzlich belasten. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst kaum verändert erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive gilt es für die Bullen auf der Oberseite zunächst, die breite Widerstandszone bei 10.300 Punkten zu überwinden. Übergeordnet verbleiben zunächst Ziele bis 10.470 Punkte im Visier. Bei einem Angriff der Bären könnten auf der Unterseite zunächst Ziele bis zur 200-Tage-Linie angelaufen werden, die aktuell bei 10.106 Punkten wartet.

Devisen

EUR/DB EUR/USD:

In den vergangenen Handelsstunden ging es für den Euro in der Tendenz weiter bergab. Mit Blick auf die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA spricht weiterhin vieles für eine baldige weitere Zinsanhebung der US-Notenbank, was wiederum den US-Dollar stärkt. Damit ist auch ein neuerlicher Bärenangriff auf die 200-Tage-Linie wahrscheinlich, die aktuell knapp unterhalb der Marke von 1,11 US-Dollar wartet. Sollte den Bären ein entscheidender Durchbruch gelingen, sind schnelle Anschlusstiefs bis 1,1030 US-Dollar möglich. Auf der Oberseite finden sich die nächsten Zwischenziele im Bereich um 1,1150 bzw. 1,1170 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Gold in USD : 

Die Goldbullen scheiterten in den vergangenen Handelsstunden mit einem ersten Angriff auf die Widerstandszone bei 1.220 US-Dollar. Gelingt es nicht, die Hürde zu überwinden, droht ein erneuter Test der Unterstützungszone bei 1.200 US-Dollar. Sollten die Bullen jedoch erfolgreich sein, geraten Ziele bis 1.240 US-Dollar ins Visier. Im weiteren Verlauf des Handelstages ist insbesondere mit Blick auf die Veröffentlichung des Konjunkturberichtes der US-Notenbank am Abend durchaus mit stärkeren Impulsen für den Goldpreis zu rechnen.

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