flatex Magazin

News rund um den DAX und die Börse. Unser Marktanalyst Oswald Salcher und unsere Morning News halten Sie auf dem Laufenden.

Immer auf dem neuesten Stand. RSS-Feed abonnieren.

erstellt von flatex Team

Morning News

Der DAX scheiterte am Mittwoch an der 11.000-Punktemarke und schloss erstmals in dieser Handelswoche mit Verlusten. Mit freundlichen Vorgaben aus Asien, wo positive Vorgaben der Wall Street, ein schwächerer Yen, ein gelungenes Börsendebut der japanischen Post sowie ermutigende Signale vom chinesischen Dienstleistungssektor stützten, startete der heimische Leitindex kaum verändert in den Tag.

Dass sich der DAX trotz positiver Vorgaben zunächst kaum von der Stelle rührte, war dem sich ausweitenden VW-Abgasskandal geschuldet, der den Sektor abermals in Mitleidenschaft zog und für die VW-Vorzüge bis zum Handelsschluss in enorme Verluste von knapp zehn Prozent mündete. Im Gegenzug war es einem schwächeren Euro sowie robusten Konjunkturdaten aus der Eurozone allerdings zunächst gelungen, den Gesamtmarkt zu stützen. Mit Blick auf die vier größten Volkswirtschaften der Eurozone fielen die Sentimentbarometer für den Dienstleistungssektor sowohl in Spanien als auch in Frankreich noch besser aus als erwartet, während die Dienstleister in Italien und Deutschland ihre Geschäfte im Oktober immerhin ebenfalls weiter ausweiten konnten. Letzteres galt mit Blick auf den Sammelindex unter dem Strich auch für die Dienstleister im gesamten Währungsraum.

Starke Konjunkturdaten außerhalb des Euroraums bremsten die Bullen im weiteren Verlauf des Handelstages allerdings zunehmend ein, immerhin deuteten unerwartet starke Signale vom britischen Dienstleistungssektor, robuste Wachstumssignale vom US-Dienstleistungssektor sowie anhaltend positive Zahlen vom US-Arbeitsmarkt an, dass die Währungshüter in England und den USA mehr und mehr Argumente für eine mögliche erste Zinserhöhung auf ihrer Seite wissen. US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen goss vor diesem Hintergrund zusätzliches Öl ins Feuer, als sie am Nachmittag während einer Anhörung zur Bankenregulierung abermals signalisierte, dass ein erster Zinsschritt im Dezember bei anhaltend positiver Datenlage eine reale Möglichkeit sei. In der Folge konnte der US-Dollar seine Gewinne deutlich ausbauen. Die US-Börsen reagierten verschreckt und schlossen trotz der ermutigenden Konjunkturdaten, zu denen sich auch ein gesunkenes US-Handelsbilanzdefizit gesellt hatte, in der Verlustzone.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien belasten die schwachen US-Vorgaben, während die chinesischen Börsen an die dynamische Aufwärtsbewegung vom Vortag anknüpfen können und ein schwacher Yen die japanischen Börsen stützt. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst kaum verändert erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive gilt es für die Bullen zunächst, kleinere Widerstände im Bereich bei 10.880 Punkten zu überwinden. Die übergeordneten Ziele finden sich bei 11.000 Punkten sowie im Bereich der 200-Tage-Linie bei 11.065 Punkten. Auf der Unterseite gilt es dagegen, die Unterstützung bei 10.800 Punkten zu verteidigen. Unterhalb von 10.690 Punkten droht ein Test der Unterstützungszone bei 10.600 Punkten.

Devisen

EUR/DB EUR/USD:

Die Signale für einen Zinsschritt der US-Notenbank im Dezember mehren sich. Folglich geriet auch der Euro zur Wochenmitte noch einmal deutlicher unter Druck. Das Vortagestief bei 1,0843 US-Dollar ist nun erstes Ziel für einen weiteren Ansturm der Bären. Sollte die Unterstützungszone um 1,0830 bzw. 1,0840 US-Dollar durchbrochen werden, drohen im Falle eines erfolgreichen Angriffs auf die Marke von 1,08 US-Dollar weitere Anschlusstiefs bis in den Bereich um 1,0740 bzw. 1,0750 US-Dollar. Ein Gegenschlag der Bullen hätte zunächst Raum bis auf 1,0920 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Gold in USD:

Auch das Edelmetall geriet durch die jüngsten Signale von US-Notenbankpräsidentin Yellen sowie einen in der Folge deutlich festeren US-Dollar stark unter Druck. Sollte es den Bullen nicht gelingen, die Zwischenziele bei 1.120 US-Dollar zu erreichen, drohen ein Angriff auf die Unterstützung bei 1.100 US-Dollar sowie weitere Rückläufe bis in den Bereich der Bewegungstiefs aus dem August bei 1.080 US-Dollar.

Comments (0)

No comments found!

Write new comment

Disclaimer
Die „flatex GmbH“, als Herausgeberin dieses Magazins übernimmt keine Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der im Magazin enthaltenen Börsen- und Wirtschaftsinformationen, allgemeinen Marktdaten, Preise, Indizes und sonstigen Inhalte. Gleichfalls übernimmt die „flatex GmbH“ keine Haftung für etwaige Verzögerungen oder die Genauigkeit sowie Verfügbarkeit der publizierten Inhalte. Weiterlesen

Sie sind noch
kein Kunde bei
flatex?

Eröffnen Sie ein Konto und profi-
tieren Sie von allen Vorteilen!

Jetzt Konto eröffnen

Twitter