Vorteile & Risiken
CFDs: Die Vorteile
An steigenden und fallenden Kursen verdienen
CFDs bieten Ihnen die Möglichkeit sowohl Long als auch Short zu gehen. Diese Eigenschaft stellt gleichzeitig den wichtigsten Vorteil dar, da Sie so an steigenden wie auch an fallenden Kursen verdienen können. Anders ausgedrückt: Sie können CFDs in Erwartung steigender Kurse kaufen, dadurch long gehen, und später zu einem höheren Kurs wieder verkaufen. Und Sie können CFDs in Erwartung fallender Kurse erst verkaufen, also short gehen, um sie dann später zu einem tieferen Kurs zurück zu kaufen.
Keine Volatilitätseinflüsse
CFDs sind transparente Derivate, deren Kurse nahezu 1:1 die Kurse der zugrundeliegenden Basiswerte widerspiegeln. Als CFD-Trader profitieren Sie also zu 100% an der Kursveränderung des zugrunde liegenden Basiswerts. Im Gegensatz dazu werden die Kurse von anderen Derivaten wie Optionsscheinen und Hebelzertifikaten von den ausgebenden (=emmittierenden) Finanzunternehmen unter Berücksichtigung von Laufzeit und Volatilität gestellt.
Keine Laufzeitbegrenzung
Keine weiteren Einstellungen wie Laufzeit, Omega, Emittent usw.
Den für Sie passenden Optionsschein oder das Hebelzertifikat müssen Sie unter tausenden von Produkten unter Berücksichtigung von Laufzeit, Omega, Volatilität, Emittent, Delta, etc. suchen. Beim CFD handeln Sie ganz einfach auf den zugrundeliegenden Basiswert.
Sekundenschnell auf Realtime-Kurse handeln
Mit CFDs handeln Sie direkt auf den Kurs des zugrundeliegenden Basiswertes.
Keine Ordergebühren (außer bei Aktien-CFDs)
Beim Handel mit CFDs auf Indizes, Rohstoffe, Währungen und Zinsprodukte entfallen die vom Wertpapierhandel bekannten An- und Verkaufsgebühren. Einzig beim Handel mit Aktien-CFDs wird eine geringe Ordergebühr fällig.
Mit niedrigem Kapitaleinsatz ein höheres Volumen handeln
Beim Handel mit CFDs kaufen Sie nicht den Basiswert, sondern hinterlegen eine sogenannte Sicherheitsleistung (=Margin). Dazu wird ein geringer Anteil Ihres Cash-Bestandes geblockt. Bei Index-CFDs liegt die benötigte Sicherheitsleistung in der Regel bei 2%, bei Aktien-CFDs bei 5%. Dadurch hebeln Sie Ihr eingesetztes Kapital je nach CFD bis zum 100-fachen.
Höhere Transparenz als herkömmliche Derivate
Grundsätzlich befinden sich Optionsscheine, Zertifikate und CFDs auf der gleichen hohen Risikostufe, CFDs bieten Ihnen jedoch wesentlich mehr Transparenz bei der Preisbildung und Freiraum in der Gestaltung Ihrer Positionierung und Ihrer Handelsstrategie. Ihnen werden hier keine „abgepackten“ Kontrakte oder Zertifikate vorgegeben.
Hebelwirkung ohne optionalen Charakter
CFDs besitzen keinen optionalen Charakter, wie z.B. Optionsscheine. Sie müssen sich also nicht den Kopf über den richtigen Strike-Preis zerbrechen oder sich Sorgen über einen möglichen Wertverlust auf der Zeitachse machen. Es verhält sich also so, als ob Sie das Wertpapier an der Börse kaufen, allerdings mit einem festen Hebeleffekt.
CFDs: Die Risiken
Der Hebel wirkt sowohl für Sie als auch gegen Sie
Eine attraktive Eigenschaft ist die Hebelwirkung der CFDs. Eine z.B. 10%ige Margin-Forderung des zugrundeliegenden Basiswertes erlaubt Ihnen, mit einem Kapitaleinsatz von € 10.000 eine Position zu eröffnen die € 100.000 wert ist. Geht man davon aus, das der Wert des Basiswertes um 5% steigt, steigt der Wert Ihrer Position auf € 105.000. Dabei hätten Sie bei einem Einsatz von € 10.000 einen Gewinn von € 5.000 erzielt. Ebenso ist es aber möglich, daß sich der Kurs entgegen Ihrer Marktmeinung entwickelt, und es zu einem Kursverlust von 5% kommt. In diesem Fall hätten Sie einen Verlust von € 5.000 zu verbuchen. In sogenannten Fast Markets, also Marktereignisse mit schnellen großen Kursbewegungen, kann diese Hebelwirkung im schlimmsten Fall auch zum Totalverlust führen oder sogar eine Nachschußpflicht verursachen. Das gleiche gilt bei Positionen, die über Nacht gehalten werden, wenn am nächsten Handelstag der Basiswert mit einem großen Kurssprung (Gap) eröffnet und ein Schließen der Position nicht mehr rechtzeitig möglich ist.
Finanzierungskosten durch Halten einer Long-Position über Nacht
Beim Halten einer Long-Position in CFDs über Nacht werden Ihnen Finanzierungskosten in Form von Zinsen berechnet, da der CFD-Broker das Kapital für Sie finanziert. Für die Zinsberechnung orientiert man sich üblicherweise am Tagesgeldsatz (z.B: EONIA = Euro Overnight Index Average). Je nach CFD-Broker setzen sich die Finanzierungskosten aus dem Tagesgeldsatz und einem internen Zinszusatz zusammen
Die Risiken von CFDs entsprechen grundsätzlich denen der Basiswerte, auf die sie sich beziehen.
Durch den Hebel sind die Risiken höher als im Basiswert
Die Kursbewegung eines CFDs ist identisch mit der Kursbewegung des zugrundeliegenden Basiswertes. Die Auswirkung auf Ihr eingesetztes Kapital ist jedoch aufgrund des Hebels um ein Vielfaches höher.

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